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Tesla: Gewinn bricht um 43 Prozent ein, Musk schwärmt von Optimus
Höhere Entwicklungskosten drücken Teslas Quartalsgewinn auf 787 Millionen US-Dollar. Elon Musk lenkt den Blick auf den humanoiden Roboter Optimus.
Tesla hat im dritten Quartal 2026 deutlich weniger verdient. Der nach US-Bilanzregeln (GAAP) ermittelte Nettogewinn, der den Stammaktionären zuzurechnen ist, sank im Jahresvergleich um rund 43 Prozent auf 787 Millionen US-Dollar. Der Umsatz blieb mit 28,05 Milliarden US-Dollar praktisch auf Vorjahresniveau. Firmenchef Elon Musk warb auf einer Telefonkonferenz mit Analysten kräftig für den humanoiden Roboter Optimus.
Der Quartalsbericht bei der US-Börsenaufsicht SEC zeigt, dass das Problem nicht beim Bruttogewinn liegt: Der stieg sogar von 5,05 auf 5,49 Milliarden US-Dollar. Kräftig gewachsen sind dagegen die Betriebsausgaben, von 3,43 auf 4,78 Milliarden US-Dollar. Allein Forschung und Entwicklung kosteten 2,76 Milliarden US-Dollar, nach 1,63 Milliarden im Vorjahresquartal. Den Anstieg der Betriebsausgaben begründet Tesla mit Ausgaben für „Super Intelligence“ und andere Entwicklungsprojekte, mit aktienbasierter Vergütung, einschließlich Musks eigenem Paket von 2025 sowie mit höheren Verwaltungskosten. Der operative Gewinn sank um 56 Prozent auf 718 Millionen US-Dollar, die operative Marge fiel von 5,8 auf 2,6 Prozent.
Bewertungseffekte verzerren das Bild zusätzlich. Auf seine Bitcoin-Bestände und andere digitale Vermögenswerte verbuchte Tesla einen nicht realisierten Gewinn von 288 Millionen US-Dollar vor Steuern, die Beteiligung an SpaceX brachte dagegen einen nicht realisierten Verlust von 142 Millionen US-Dollar. Im zweiten Quartal hatte derselbe Posten noch ein Plus von gut einer Milliarde US-Dollar geliefert. Die aktienbasierte Vergütung summierte sich auf 1,165 Milliarden US-Dollar, nach 663 Millionen ein Jahr zuvor. Rechnet Tesla diese Faktoren heraus, bleibt mit einem Gewinn von 1,70 Milliarden US-Dollar nur ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahl beruht allerdings auf Teslas eigener Bereinigung statt auf den GAAP-Bilanzregeln. Gedämpft wurde der Rückgang auch durch die Steuer: Statt 570 Millionen US-Dollar fielen nur 152 Millionen an.
Im Kerngeschäft mit den Elektroautos lieferte Tesla 486.532 Fahrzeuge aus, rund zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Vergleich ist schwierig, weil Ende September 2025 die Steuergutschrift von 7500 US-Dollar für Elektroautos auslief und Käufer davor verstärkt zugriffen. Der Autoumsatz sank auf 20,56 Milliarden US-Dollar, auch weil die Erlöse aus regulatorischen Gutschriften von 417 auf 113 Millionen US-Dollar schrumpften. Finanziell steht Tesla mit 45,4 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln solide da. Über zwölf Monate betrachtet halbierte sich der Free Cashflow aber auf 3,3 Milliarden US-Dollar, während die Investitionsausgaben von 8,9 auf 15,4 Milliarden US-Dollar stiegen. Wie viel davon in Optimus oder Robotaxis fließt, schlüsselt Tesla nicht auf.
Tesla hat nach eigener Angabe in Fremont auf seiner Serienlinie eine „frühe“ Produktion des Optimus gestartet, eine zweite Fabrik in Texas ist im Bau. Musk zufolge steht in Fremont bereits der Großteil der Ausrüstung für eine nominelle Kapazität von einer Million Robotern pro Jahr. Bis die angestrebte Rate von 20.000 Stück pro Woche erreicht ist, werde es aber „wahrscheinlich mindestens ein Jahr dauern, vielleicht etwas länger“. Es gebe „zehntausend Dinge, die klappen müssen“, der langsamste Engpass bestimme das Tempo. Als offene Baustellen nannte Musk das noch veränderliche Design von Händen und Fingern, den Aufbau einer Lieferkette sowie Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Roboter. Optimus bleibe dennoch möglicherweise „das größte Produkt der Welt“.
Belastbare Daten liefert Tesla nicht: weder aktuelle Wochenproduktion noch externe Kunden, Stückkosten oder Angaben dazu, welche Aufgaben die Roboter im regulären Schichtbetrieb erledigen. In früheren Konferenzen hatte Musk eingeräumt, Optimus sei in den Werken noch nicht nennenswert produktiv. Konkurrenten sind t