// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
Video Trends 2026: Große Mehrheit fordert Kennzeichnungspflicht für KI-Videos
von Carsten Knobloch
22. Okt. 2026 |
2
Künstlich generierte Clips sind längst im Netzalltag angekommen, sorgen bei den meisten Nutzern aber für wachsende Verunsicherung. Das zeigt die aktuelle Erhebung Video Trends 2026 der Medienanstalten, für die über 3.100 Personen ab 14 Jahren befragt wurden. Demnach sind 79 Prozent der Befragten bereits mit KI-Videos in Berührung gekommen, fast die Hälfte begegnet ihnen sogar regelmäßig.
Vor allem auf Plattformen wie TikTok (59 Prozent), YouTube Shorts (51 Prozent) und Instagram (42 Prozent) tauchen die generierten Clips auf. Je jünger die Nutzer, desto häufiger laufen die Videos durch die Feeds.
Interessant ist der Blick auf die Selbsteinschätzung: Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gibt an, KI-Inhalte eher oder sehr leicht zu erkennen. Gleichzeitig haben aber 68 Prozent derjenigen, die schon Kontakt mit solchen Clips hatten, mindestens einmal ein KI-Video fälschlicherweise für echt gehalten. Bislang orientieren sich viele an typischen Fehlern wie unnatürlicher Mimik (58 Prozent), einem zu perfekten Look (57 Prozent), fehlerhaften Händen und Augen (49 Prozent) oder unpassenden Lippenbewegungen. Da die Generatoren technisch rasant zulegen, dürften genau diese optischen Anhaltspunkte künftig zunehmend wegfallen.
Die zunehmende Schwemme hinterlässt Spuren bei der Glaubwürdigkeit: 81 Prozent der Befragten zweifeln mittlerweile häufiger an der Echtheit von Videos im Netz. Fast drei Viertel (72 Prozent) geben an, Bewegtbildinhalten generell weniger zu vertrauen als früher.
Entsprechend deutlich fällt der Wunsch nach Regulierung aus. Ganze 91 Prozent sprechen sich dafür aus, KI-Inhalte grundsätzlich klar zu kennzeichnen. Geht es um Nachrichten, Politik und Wissensvermittlung, fordern fast 90 Prozent verbindliche Transparenzregeln. Auch die Plattformen sehen viele in der Pflicht: 88 Prozent verlangen eine stärkere Kontrolle durch die Betreiber, während 83 Prozent sogar ein komplettes Verbot bestimmter Ausprägungen wie manipulativer Deepfakes befürworten.
Unabhängig vom Thema: Wie unfassbar mich KI-Plakate annatzen. Unrealistische Einladungen, Speisekarten, all so etwas. Wirkt auf mich echt abstoßend. Ja, ich finde eine stümperhafte Speisekarte mit echten Fotos, etwaigen Typos und 13 Schriftarten wirklich besser, bzw. charmanter.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.