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KI-Bearbeitung bei Apple und Warnlicht für Brillen – Fotonews der Woche 24/2026
Apple spendiert seiner Fotos-App drei KI-Tools. Meta löscht Gesichtserkennung aus Ray-Ban-Brillen. US-Gesetz fordert Aufnahme-Warnlicht für Smart Glasses.
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Die WWDC 2026 brachte für Fotografen durchaus Interessantes: Apple stattet seine Fotos-App mit drei neuen KI-gestützten Bearbeitungswerkzeugen aus. Mit Details zu den konkreten Funktionen hält sich das Unternehmen zwar noch bedeckt, aber die Integration in OS 27 und „Apple Intelligence“ verspricht zumindest, dass die Bearbeitung direkt auf dem Gerät stattfindet – ein Pluspunkt für Datenschutz-Bewusste. Ob die Tools allerdings mehr können als die bereits etablierten KI-Funktionen der Konkurrenz, wird sich erst im Herbst zeigen, wenn OS 27 ausgerollt wird.
Deutlich brisanter ist, was bei Meta passiert: Nachdem das Unternehmen vehement bestritten hat, Gesichtserkennungstechnologie in seine Ray-Ban Smart Glasses zu integrieren, entdeckten Entwickler einen entsprechenden Code in der App. Kurz darauf verschwand dieser Code jedoch still und leise, ohne offizielle Erklärung. Das riecht nicht nur nach schlechtem Gewissen, sondern wirft auch die Frage auf, was Meta eigentlich mit den Aufnahmen seiner Brillenträger vorhat.
Die ganze Aktion erinnert an einen Einbrecher, der beim Verlassen des Tatorts noch schnell die Fingerabdrücke wegwischt. Nur, dass hier Millionen von Nutzern potenziell betroffen sind. Meta behauptet weiterhin, keine Gesichtserkennung zu nutzen – aber warum dann der Code? Und warum die heimliche Löschung? Vertrauen aufzubauen geht definitiv anders.
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Apropos Vertrauen: In den USA haben Abgeordnete einen Gesetzentwurf eingebracht, der Smart Glasses mit Aufnahmefunktion zu einer deutlich sichtbaren Warnleuchte verpflichten würde. Der „Smart Glasses Recording Act“ soll verhindern, dass Menschen heimlich gefilmt werden – ein Problem, das mit der zunehmenden Verbreitung von Kamerabrillen immer drängender wird.
Die vorgeschlagene Regelung ist eigentlich selbstverständlich: Wer aufnimmt, muss das kenntlich machen. Genau wie bei Metas aktuellen Ray-Ban-Modellen, die bereits eine kleine LED haben – die allerdings so dezent ist, dass man sie leicht übersehen kann. Der Gesetzentwurf würde Standards setzen, wie hell und wie groß diese Anzeige sein muss. Dass so etwas überhaupt gesetzlich geregelt werden muss, zeigt, wie wenig die Hersteller von sich aus an Privatsphäre denken.
Smart Glasses stehen an einem Scheideweg: Entweder die Hersteller nehmen Datenschutz ernst und bauen wirklich transparente Geräte, oder die Gesetzgeber werden es ihnen aufzwingen. Letzteres scheint gerade wahrscheinlicher. Die Technologie selbst ist faszinierend – eine Kamera, die sieht, was man sieht, ohne dass man ein Smartphone zücken muss. Aber dieser Komfort darf nicht auf Kosten der Privatsphäre anderer gehen.