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Canva Craft: Canva baut eigenes Bildmodell für Designs
von Oliver Posselt
23. Okt. 2026 |
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Canva ist ein Online-Werkzeug für Grafiken, Präsentationen und Social-Media-Posts, das in den vergangenen Jahren diverse namhafte Dienste schluckte, darunter Affinity und remove.bg. Jetzt hat das Unternehmen mit Canva Craft ein eigenes Bildgenerierungsmodell vorgestellt, das direkt gegen OpenAI, Microsoft und Google antreten soll.
Craft plant ein Design erst, bevor es das Bild erzeugt. Laut Canva sorgt diese zweistufige Architektur für mehr Präzision, Konsistenz und Kontrolle, vor allem bei Bildern mit lesbarem Text und genau platzierten Objekten. Ausgeben kann das Modell bis zu 2K Auflösung in über 30 Seitenverhältnissen. Trainiert wurde es nach Angaben des Anbieters auf Millionen menschlicher Vorlagen aus der eigenen Bibliothek, also Posts, Präsentationen, Infografiken und Speisekarten. Man hat sich also angeblich nicht öffentlich verfügbaren Materialien bedient, wie es bei der Konkurrenz gang und gäbe ist.
In Design Arenas Rangliste der Bildmodelle liegt Craft derzeit auf Platz vier, hinter GPT-Image-2.5 Sunburst, GPT-Image-2.5 Flare und GPT-Image-2 von OpenAI. Das sieht also erstmal ein wenig ernüchternd aus. Canva hatte im April bereits promptbasierte Bearbeitung und Ebenen für KI-Bilder nachgeschoben.
Craft ist ab sofort weltweit für alle Nutzer verfügbar, zu finden über das Drei-Punkte-Menü links und dann „Dream Lab“. Effizientere Varianten namens Craft-fast und Craft-ultrafast sind angekündigt, außerdem soll das Modell über das Model Context Protocol für KI-Agenten ansteuerbar werden. Ob die versprochene Texttreue im Alltag hält, muss man selbst ausprobieren.
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