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Dragon Age: The Veilguard: BioWare-Veteran James Ohlen nimmt Entwickler nach Studio-Aus in Schutz
Große Teile der Belegschaft hatten laut dem Ex-Designer kaum Einfluss auf ungeliebte Inhalte. Fans gaben dem Team die Schuld an der Schließung durch EA.
Als einer von vielen aus der Branche kommentierte auch James Ohlen, ehemaliger Lead Designer von Knights of the Old Republic und Dragon Age, in dieser Woche das Aus des Entwicklerstudios BioWare.
Dabei blickte er nicht nur positiv auf seine Jahre dort zurück, sondern stellte auch Hilfe für Betroffene in Aussicht: "Die heute betroffenen Leute gehören zu den besten Rollenspiel-Entwicklern der Welt", schrieb er. "Wenn ihr nach Autoren, Designern, Artists oder Programmierern sucht, wendet euch an sie. An alle ehemaligen BioWare-Leute: Wenn ich euch Kontakte vermitteln kann, meldet euch bei mir."
Wie im Internet des Jahres 2026 kaum anders zu erwarten, gingen die Antworten darauf nicht in die erwartete Richtung – oder doch? Das hängt ganz vom jeweiligen Blickwinkel ab. Wer mit hasserfüllten Kommentaren gerechnet hat, die den Entwicklern von Dragon Age: The Veilguard die Schuld am Studio-Aus zuschieben, behält allerdings recht.
Als Lead Designer prägte James Ohlen über zwei Jahrzehnte Meilensteine wie Baldur's Gate, Knights of the Old Republic und Dragon Age: Origins. Seine Arbeiten definierten emotionale Begleiter-Geschichten und epische Rollenspiel-Erzählkunst.
Im Anschluss daran äußerte sich Ohlen erneut zu dem Thema und nahm das Team in Schutz.
"Viele von euch haben auf meinen letzten Beitrag geantwortet, deshalb hier ein paar Gedanken", schreibt er in einem Folgebeitrag. "Die allermeisten Mitarbeiter in einem Team von der Größe eines Veilguard hatten wenig bis gar keinen Einfluss auf die Dinge, die euch daran missfallen haben. Bis ganz zum Schluss arbeiteten bei BioWare etliche Leute, die an genau den Spielen mitgewirkt haben, die ihr liebt."
Er selbst habe nach eigener Aussage "seine Probleme mit modernem Entertainment – vor allem, wenn politische Botschaften gutem Storytelling im Weg stehen". Gleichzeitig erinnert er daran, dass er einst selbst für kontroverse Inhalte geradestehen musste: etwa für die finsteren Brutmuttern in Dragon Age: Origins oder die gleichgeschlechtliche Romanze mit Zevran.
"Was ich damit sagen will: Man kann durchaus Ansichten vertreten, die in keine politische Schublade passen, und trotzdem Menschen schätzen und respektieren, mit denen man nicht einer Meinung ist. Menschen sind kompliziert. Und das gilt auch für die Leute, die Spiele entwickeln, die ihr liebt oder hasst."
Bei den Kritikern kam The Veilguard insgesamt ziemlich gut an, brachte Publisher Electronic Arts jedoch nicht den erhofften Erfolg ein. Das schwache Abschneiden des jüngsten Dragon-Age-Teils sowie das Scheitern von Anthem und Mass Effect: Andromeda besiegelten das Schicksal des Studios