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Ein Toter und mehrere Verletzte nach Schüssen bei Paris
Aus einem Auto heraus hat ein Mann bei Paris Schüsse abgefeuert und mindestens einen Menschen getötet. Es gibt mehrere Schwerverletzte. Die Hintergründe sind unklar, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
In der Region Paris hat ein Mann aus einem Auto heraus auf offener Straße das Feuer eröffnet und mindestens einen Menschen getötet. Zudem gebe es mindestens vier Verletzte, teilte die französische Nationalpolizei mit. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe eine Untersuchung eingeleitet.
Die Polizei erklärte, der Mann aus dem Wagen sei festgenommen worden. Die Schüsse seien am Vormittag gegen 10.30 Uhr gefallen. Der Vorfall ereignete sich im Département Yvelines, das im westlichen Teil der Pariser Großraumregion liegt.
Der französische Innenminister Laurent Nuñez gab an, dass der Verdächtige mit einer automatischen Waffe geschossen habe. Die vier Verletzten seien schwer verletzt. Unter ihnen ist französischen Medien zufolge ein zwölfjähriges Kind. Laut Nuñez schoss der Verdächtige an drei verschiedenen Orten aus dem Wagen heraus.
Zunächst fielen Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann den Angaben nach weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sagte dem Sender BFMTV, der Mann habe offensichtlich wahllos geschossen und ein "Blutbad" anrichten wollen. Das Todesopfer sei "afrikanischer Herkunft", ein Verletzter in Lebensgefahr sei zudem "maghrebinischer Herkunft".
Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet. Die Tat sei zudem "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden.
Die Ermittlungen betreffen außerdem den Tatbestand des "Besitzes einer Waffe der Kategorie A", zu der insbesondere automatische Waffen gehören, die Salven abgeben, sowie der "Beteiligung an einer terroristischen kriminellen Vereinigung mit dem Ziel der Vorbereitung von Verbrechen gegen Menschen".
Die nächtlichen Ausgangssperren haben sich aus Sicht der Regierung bewährt.
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Der französische Innenminister Laurent Nuñez gab an, dass der Verdächtige mit einer automatischen Waffe geschossen habe. Premierminister Sébastien Lecornu schrieb auf der Plattform X, Sicherheits- und Justizbehörden seien in vollem Einsatz. Es handele sich um "sehr ernste Vorfälle". Alle Ressourcen der Sicherheitskräfte und der Justiz seien in vollem Umfang mobilisiert.
Angesichts von Protesten und Unruhen ist die Sicherheitslage in Frankreich derzeit angespannt. Am Wochenende war es am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.