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Israel will Westjordanland nach Angriff in Hebron abriegeln
Nach einem Angriff nahe Hebron im Westjordanland hat Israels Militär den Tod von zwei Soldaten bestätigt. Die Zufahrten zur Stadt sind gesperrt - bald soll die Armee das ganze Westjordanland abriegeln.
Schüsse hallen am Freitagmorgen am nördlichen Zugang zur Stadt Hebron im Westjordanland. Auf Videos der Nachrichtenagentur Reuters sind Soldaten an einem mobilen Kontrollpunkt zu sehen, die losrennen. Ein Soldat ruft:
Nach Angaben des israelischen Militärs haben zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer das Feuer eröffnet. Die Soldaten erschossen beide Männer. Am Nachmittag wurde bestätigt: Zwei israelische Soldaten wurden bei dem Angriff getötet, drei weitere verletzt.
Nach Darstellung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu planten die Angreifer einen größeren Anschlag auf Zivilisten. Am Tatort seien zahlreiche Waffen und Munition gefunden worden. Er machte zudem die Terrororganisation Hamas für den Angriff verantwortlich. In einem schriftlichen Statement lobte die Hamas den Angriff, übernahm aber keine direkte Verantwortung.
Haim Goldich vom israelischen Sender KANN berichtet über den Ablauf des Angriffs.
Die israelische Regierung bereitet eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands vor.
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Nach dem Angriff wurden die Zufahrten nach Hebron gesperrt. Netanjahu ordnete an, die Stadt abzuriegeln. Die Armee soll sich zudem auf eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands vorbereiten. Außerdem sollen Soldaten in Nachbarschaften, wo die Angreifer wohnen, in die Häuser gehen und Waffen beschlagnahmen.
Er kündigte erneut einen großangelegten Militäreinsatz im Westjordanland an. Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir nutzte den Besuch am Anschlagsort, um die Palästinensische Autonomiebehörde für den Angriff verantwortlich zu machen. Belege für eine Beteiligung der Behörde gibt es aber nicht. Ben-Gvir fordert ihre Auflösung:
Ben-Gvir sagte außerdem, das Leben israelischer Siedler, Soldaten und Polizisten sei millionenfach wichtiger als die Bewegungsfreiheit.
Im Westjordanland hat es im Konflikt zwischen Palästinenser und israelischen Siedlern erneut Tote gegeben.
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