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Akkus im Müll: Brände treffen Recyclingbetriebe
von Benjamin Mamerow
24. Okt. 2026 |
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Passiert hier in der Stadt auch immer mal wieder und betrifft mit Sicherheit auch die eine oder andere Region bei euch: Akkubrände in Recyclinganlagen. Ein zerdrückter Akku kann einen Müllwagen in Brand setzen, bevor seine Ladung den Recyclinghof erreicht. Die Gefahr steckt - und das missachten noch immer viele - etwa in weggeworfenen Einweg-E-Zigaretten oder Spielzeug mit fest eingebauter Batterie. In der grauen oder gelben Tonne haben sie nichts verloren.
Eine Untersuchung der Verbände ASA, BDE, bvse, CMA und VKU zeigt nun auch mal in Zahlen, wie oft es eigentlich bei Entsorgern brennt. Erfasst wurden hier Daten aus 181 Entsorgungs- und Recyclingbetrieben. Die Zahl der gemeldeten Brände stieg demnach von 729 im Jahr 2021 auf 2.028 im Jahr 2025. Für 2025 meldeten 62 Prozent der befragten Standorte einen Brand. Die Daten wurden von INFA, u&i und der Prognos AG ausgewertet.
Für Brände aufgrund von unsachgemäß entsorgten Batterien und Akkus schätzt die Untersuchung Schäden von 200 bis 320 Millionen Euro innerhalb der genannten 5 Jahre. Über alle erfassten Brandereignisse hinweg liegt die Schätzung sogar bei 250 bis knapp 400 Millionen Euro. Löschanlagen und Wärembildkameras in den Betrieben bringen dann nämlich eher gar nichts, wenn der Brand schon auf dem Weg in die Anlage entsteht. Fast die Hälfte aller genannten Brände entstand 2025 bereits im Fahrzeug.
BDE-Hauptgeschäftsführer Andreas Bruckschen fordert von der Politik Entscheidungen mit festem Zeitplan statt weiterer Prüfaufträge. Der Verband will so unter anderem Einweg-E-Zigaretten verbieten lassen, wie es Frankreich, Belgien, Bulgarien und Großbritannien bereits getan haben. Ein Pfand- oder Cashback-System soll die Rückgabe von Batterien und Akkugeräten fördern. Zudem sollen Hersteller über einen Fonds Brandschutz, Versicherungskosten und ungedeckte Schäden mittragen.
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