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Battlefield 6: EA streicht geplante Mass-Effect-Items nach überraschender BioWare-Schließung
Kosmetische Extras wie Waffen-Charms und N7-Tags verschwinden klammheimlich aus den Menüs, während Fans um die Zukunft des Sci-Fi-Franchises trauern.
Nachdem EA dem Entwicklerstudio BioWare überraschend den Stecker zog, flogen geplante Crossover-Items im Mass-Effect-Design offenbar kurzerhand wieder aus Battlefield 6.
Als Season 5 von Battlefield 6 Anfang des Monats startete, entdeckten aufmerksame Fans bereits eine Reihe von Mass-Effect-Gegenständen, die sich klammheimlich in die Kosmetik-Menüs des Shooters geschlichen hatten. Freischalten oder kaufen konnte man sie allerdings noch nicht. Zu den kosmetischen Extras zählten ein kleiner Normandy-Waffen-Charm, einige Knarren im gewohnten Sci-Fi-Look des Mass-Effect-Universums und ein paar N7-Tags.
DICE has quietly removed all 'Mass Effect' cosmetics from #Battlefield6 after BioWare closure. Player card backgrounds, weapon skins, weapon charms, weapon stickers, sprays, soldier patches... everything. pic.twitter.com/8KkjOm8nX2
Da der alljährliche N7 Day am 7. November direkt vor der Tür steht, rechneten Fans fest damit: Die Items sollten die Tradition der Reihe feiern und womöglich frische Neuigkeiten zu Mass Effect 5 einläuten. Diese Hoffnung platzte jedoch jäh: Entwickler BioWare existiert nicht mehr, und das nächste Mass Effect ist offiziell Geschichte.
Der 7. November gilt seit 2012 als offizieller Feiertag der Mass-Effect-Community. Benannt nach Shepards militärischem Rang-Code, nutzte BioWare das Datum alljährlich für Fanevents, Merchandise-Aktionen und erste Teaser zu kommenden Projekten.
Nach dem plötzlichen Studio-Aus tilgte EA die Mass-Effect-Items nun offenbar wieder komplett aus den Menüs von Battlefield 6. Spieler bemerkten das Fehlen blitzschnell und teilten die Entdeckung im Netz.
Schon das jüngste Dead-Space-Crossover in Battlefield 6 sorgte für reichlich geteilte Meinungen: Etliche Spieler ärgerten sich darüber, dass die beliebte Horrorserie auf dem Abstellgleis versauert, während EA sie als Treibstoff für die eigene Live-Service-Maschine missbraucht. Ein ähnlicher Vorstoß bei Mass Effect – den N7 Day trotz der ungewissen Zukunft der Reihe zu feiern – hätte womöglich nur zusätzliches Salz in offene Wunden gestreut. Dabei waren die kosmetischen Items offenbar längst fertig und einsatzbereit.
In einer offiziellen Mitteilung betonte EA, man treffe "gezielte Entscheidungen, um Talente und Investitionen dort zu bündeln, wo wir die größten Chancen für Spieler und langfristiges Wachstum sehen" – daher auch der Entschluss, 400 Angestellte vor die Tür zu setzen und BioWare komplett dichtzumachen. Die gesamte Spielebranche trauert seither um den Verlust einer traditionsreichen, hochgeschätzten Rollenspiel-Institution.
Ein ehemaliger BioWare-Entwickler verriet kürzlich, dass sich Mass Effect 5 an Baldur's Gate 3 und The Witcher orientieren sollte, um beispiellose Entscheidungsfreiheiten zu bieten. Was BioWare am Ende wirklich zusammengebraut hätte, erfahren wir wohl nie. Ein geleakter Trailer zu Mass Effect Universe liefert uns immerhin einen Vorgeschmack – einen kleinen, bittersüßen und neongetränkten Vorgeschmack.