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Apple: OLED-MacBook soll selbst das MacBook Pro übertreffen
Am kommenden Mittwoch wird von Apple eine Trendwende erwartet: Erstmals soll der Konzern einen Touchscreen im MacBook verbauen, doch die neuen OLED-Bildschirme sollen das MacBook auch teurer machen. Neue Gerüchte besagen, Apple plane eine Preisklasse oberhalb der aktuellen Pro-Modelle.
Die neuen Modelle sollen sich durch das neue Touch-fähige OLED-Display, ein neues leichteres Design und eine Dynamic Island von den bisherigen Modellen abheben, schrieb Mark Gurman von Bloomberg schon vor Monaten. Neu ist jetzt, dass der Preis sehr wahrscheinlich „deutlich höher“ als der von den bisherigen Pro-Modellen sein wird. Aktuelle MacBook Pros mit Pro- bzw. Max-Chips starten ab 2.899 Euro. Ein Startpreis von über 3.000 Euro erscheint damit realistisch. Die bisherigen Modelle mit Mini-LED-Display sollen im Programm bleiben.
Ausgestattet werden sollen die neuen Modelle dennoch mit aktuellen Chips. Es wird mittlerweile nicht mehr davon ausgegangen, dass Apple die neuen Modelle „Ultra“ nennt. Grund könnte auch sein, dass der Konzern statt neuer Chips die bisherigen M5-Pro- und -Max-Chips wiederverwendet, denn der M6 soll bei den MacBooks nur im Einsteiger-MacBook-Pro landen, welches ohne Touchscreen oder gar OLED daherkommen dürfte.
Das Vorgehen, sollte es sich als wahr herausstellen, würde in den kommenden Tagen eine Trendwende darstellen: Bisher lehnten führende Manager bei Apple die Kombination von Tablet und Laptop ab. Sowohl der verstorbene Ex-CEO Steve Jobs, Ex-CEO Tim Cook als auch Ex-Marketing-Chef Phil Schiller, Software-Chef Craig Federighi oder auch Neu-CEO John Ternus äußerten sich alle ablehnend bis abfällig zu der Idee, wie Bloomberg konstatiert. Oftmals wurde die schlechtere Ergonomie angeführt.
We’ve done tons of user testing on this, and it turns out it doesn’t work. Touch surfaces don’t want to be vertical. It gives great demo but after a short period of time, you start to fatigue and after an extended period of time, your arm wants to fall off. It doesn’t work; it’s ergonomically terrible.
You can converge a toaster and a refrigerator, but, you know, those things are probably not going to be pleasing to the user.
Intern sollen Cook und Ternus die letzten Jahre argumentiert haben, dass Kunden eine Touchfunktion zunehmend erwarten. Wegen internen Gegenwinds sollen die neuen MacBooks Touch auch nur als Option erhalten. Die Bedienung soll also sowohl mit als auch ohne möglich sein.
Ähnlich wie für das iPhone Duo soll Apple für macOS 27 eine dynamische Oberfläche entworfen haben, die sich auf Wunsch an das neue Touch-Interface anpassen kann. Ein Tipp auf eine Schaltfläche kann etwa ein Menü rund um den Finger öffnen, Dock und Menüleiste sind für die Bedienung mit den Händen optimiert. Tastatur und Trackpad sollen jedoch zentral bleiben.
Wie Gurman erfahren haben will, wird das Hochgreifen auf das Display wohl schon nach einigen Sekunden unbequem, das Ergonomieproblem sei nicht gelöst. Hier werden aber erst Tests ein finales Urteil fällen.
Schon einmal hat der Konzern mit der Touchbar versucht, Touch-Elemente mit dem Betriebssystem zu verweben. Die im Jahr 2016 mit dem MacBook Pro eingeführte Bedienleiste ersetzte die Funktionstasten vollständig und digitalisierte damit die Bedienelemente. Die Touch Bar wurde von Apple mit dem Redesign im Jahr 2021 nur noch im Einsteiger-Modell verbaut. Seit dem Jahr 2023 ist die Touch Bar offiziell ad acta gelegt. Dass dem Touch-Display Ahnliches widerfährt, mutmaßt Gurman jedoch nicht, denn im Gegensatz zur Touchbar wird Nutzern wie damals keine Reihe an Funktionstasten genommen, sondern nur ein Layer im OLED-Bildschirm gegeben.