// EUROGAMER.DE — GAMING
Clayface im Kino: Der große DC-Erfolg spielt 43 Millionen Dollar am ersten Wochenende ein
Der düstere Streifen über den DC-Schurken Matt Hagen übertrifft die Erwartungen und setzt sich an den weltweiten Kinokassen durch.
Clayface startete am vergangenen Wochenende in den Kinos. Dort spielte der Film bereits eine erstaunlich hohe Summe ein. Ganze 43 Millionen Dollar hat der Film rund um den DC‑Schurken Clayface. Der Streifen zeigt seine Entstehungsgeschichte und wird dabei stellenweise auch etwas gruselig dank ein paar Body-Horror-Elementen.
Ich bin zum Glück ziemlich abgehärtet, was Horrorfilme angeht - besonders, wenn ich diese in Gesellschaft sehe. Alleine ist immer nochmal was anderes. Besonders bei Filmen, die es sich zur Aufgabe machen, ihre unheimlichen Figuren die vierte Wand durchbrechen zu lassen.
Dem Protagonisten Matt Hagen zu folgen, war doch irgendwie spannend, besonders da Clayface jetzt nicht auf der Liste von Comic-Figuren steht, mit denen ich mich im Alltag viel beschäftige. Der Schauspieler macht sich einen mächtigen Kriminellen zum Feind, der sein Gesicht von seinen Handlangern komplett entstellen lässt. Die Karriere ist dahin, die Welt wendet sich von Matt ab und dieser will sein altes Leben zurück. Und Rache.
Clayface zählt zu den traditionsreichsten Gegenspielern von Batman. Der im Film porträtierte Matt Hagen war in den DC Comics die zweite Inkarnation des Schurken und erlangte durch radioaktives Protoplasma seine formwandlerischen Kräfte.
Der Film ist angenehm düster und bringt einige Bilder, die für Menschen mit leichtem Magen vielleicht etwas unangenehm zu verdauen sind. Im Kino gab es zumindest eine Person, die neben mir bei einer Szene ihr Gesicht verzogen hat und zeitweise wegschauen musste.
Mit dem Aufbau der Geschichte und der Einführung der Charaktere hat sich der Film wunderbar Zeit gelassen, allerdings hat das Tempo gegen Ende enorm angezogen und irgendwie ging mir das fast zu schnell.
Unser Til hat dem Film im Test drei von fünf Sternen gegeben. "Ein charmanter Hauptdarsteller und kreative Szenen machen Clayface zu kurzweiligem Popcorn-Kino. Beim versprochenen Body-Horror bleibt der DC-Film jedoch überraschend zahm und lässt spürbar Potenzial liegen", heißt es hier.
Und trotzdem: 24 Millionen US-Dollar entfielen auf den nordamerikanischen Markt und 19 Millionen US-Dollar auf den internationalen Markt, sprechen eindeutig für den Streifen. Oder zumindest für das Interesse an diesem.