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Arkane Lyon: Microsoft verlängert Galgenfrist für das Entwicklerstudio um einen Monat
Microsoft gewährt Arkane Lyon einen weiteren Monat Zeit für die Investorensuche. Das Entwicklerstudio kann vorerst weiter an Marvel’s Blade arbeiten.
Aufgrund von Stellenkürzungen bei Xbox soll das Entwicklerstudio Arkane Lyon geschlossen werden. Ursprünglich hatten die Entwickler nur noch bis zum 13. November, um neue Investoren zu finden. Nun hat Microsoft diese Frist um einen Monat, bis zum 13. Dezember, verlängert. Grund dafür soll Marvel’s Blade sein, welches sich seit vielen Jahren bei Arkane Lyon in Entwicklung befindet.
Laut einer neuen Meldung soll die Entwicklung an Marvel’s Blade fast abgeschlossen sein und dennoch geht Arkane Lyon so langsam die Luft aus. Eigentlich sollte das Studio bis zum 13. November neue Investoren finden oder schließen müssen. Allerdings scheint Xbox doch noch an der Fertigstellung des Spiels gelegen zu sein, denn sie haben diese Frist bis zum 13. Dezember verlängert.
“Wir haben die Konsultationsphase um einen weiteren Monat verlängert, während wir verschiedene Optionen prüfen, darunter auch die Suche nach einem Partner, der das Studio bei den noch anstehenden Entwicklungsarbeiten unterstützt”, erklärte ein Sprecher von Microsoft gegenüber PC Gamer. “Es handelt sich um eine festgelegte Verlängerung, und wir sind weiterhin bestrebt, den Betriebsrat während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden zu halten.”
Während es also noch nicht ganz hoffnungslos erscheint, tickt die Uhr weiter. Nur jetzt ein bisschen langsamer. Wirkliches Gameplay-Material oder eine Demo gibt es dabei nicht, sodass wir uns auch kein Bild vom Spiel selbst machen können. Uns bleiben nur Aussagen wie von Bethesda-Chef Todd Howard oder auch der französischen Videospiel-Gewerkschaft, die sich positiv über Marvel’s Blade äußerten.
Ein weiterer Hoffnungsschimmer für das Überleben von Arkane Lyon ist Branchen Insider Jason Schreier. Der Bloomberg-Journalist meinte, dass alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden und er überrascht wäre, wenn das Studio wirklich schließen müsste. Auch wenn Schreiers Einschätzung der Lage noch keine Entwarnung ist, ist es doch beruhigend, dass die Würfel für das Team noch nicht gefallen sind.
Die aktuellen Entlassungen bei Xbox sind dabei nur ein Teil einer gewaltigen Umstrukturierung, die unter der neuen Führung von Asha Sharma vorgenommen wird. Neben Double Fine und Undead Labs ist auch die Zukunft von Hellblade-Entwickler Ninja Theory ungewiss.