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KI-Update kompakt: Nvidia GTC, KI-Agenten, Kimi K3.1 Pro, Perplexity Computer
Das „KI-Update“ liefert dreimal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Nvidia will große KI-Rechenzentren schneller ans Netz bringen. Auf seiner Hausmesse GTC in Berlin stellte der Konzern dafür das Referenzdesign DSX Pod vor. Partner sollen damit ganze Rechenanlagen samt Servern der Vera-Rubin-Serie in Schiffscontainern vormontieren. Statt durchschnittlich sechs Monate soll der Aufbau nur noch 14 Tage dauern. Chef Jensen Huang wäre auch mit wenigen Wochen zufrieden, denn für die Betreiber zählt jeder Tag. Ein Rechenzentrum mit einem Gigawatt Leistung bringe täglich 100 bis 200 Millionen Dollar Umsatz, hieß es auf der GTC. Damit das Stromnetz mithält, sollen die Server ihren Verbrauch bei Lastspitzen automatisch drosseln, etwa wenn in der Halbzeitpause eines WM-Finales Millionen Menschen Kaffee kochen. Das bis zu 45 Grad warme Kühlwasser soll in einem geschlossenen Kreislauf fließen, statt zu verdunsten. Zudem baut Nvidia seine europäischen Lieferketten aus. Hartmut Gieselmann von der c't bezweifelt jedoch, dass die Anlagen sparsam werden. Wer schneller mehr Rechenzentren baut, verbraucht mehr Ressourcen. Er erwartet, dass Speicherchips im kommenden Jahr noch teurer werden.
In den neuen Anlagen sollen auch KI-Agenten laufen, die zuletzt mehrfach aus ihren abgeschotteten Testumgebungen ausgebrochen sind. Die Rufe nach strengeren Regeln, die darauf folgten, sieht Nvidia als Gefahr für sein Geschäft. Huang hält Regulierung für unnötig, denn Ingenieure könnten das Problem technisch lösen. Seine Antwort heißt Open Agent Safety Platform. Kern ist ein System namens OpenShell, das Software und Hardware im laufenden Betrieb prüfen lässt, ob ein Modell auf verbotene Daten oder Ressourcen zugreift. Solche Zugriffe soll es binnen Millisekunden stoppen. Ein zweites Modell soll als Wächter mitlaufen und schon die Denkschritte des ersten überwachen. Laut Nvidia testen weltweit über 100 Firmen das System, Details nannte der Konzern aber nicht. Das Konzept verschiebt Macht. Nicht nur wer ein Modell trainiert, kann es dann kontrollieren, sondern auch, wer die Rechenzentren betreibt. Im Zweifel könnten das Regierungen sein, die eine unliebsame KI einfach abschalten.
Auf seiner Frontier Tour in Köln stellte Microsoft vor allem KI-Produkte vor, bei denen Unternehmen die Kontrolle behalten sollen. Konzernchef Satya Nadella forderte, Protokolldateien müssten fälschungssicher sein und aktiv überwacht werden. Mit der neuen Sovereign Cloud legen Organisationen für jede Rechenaufgabe fest, wie viel Kontrolle, Transparenz und lokale Ausführung sie brauchen. Die Entra Agent ID regelt, worauf KI-Agenten zugreifen dürfen. Zudem will Microsoft seine eigene KI-Hardware Maia weiterentwickeln.
Agnes Heftberger, Chefin von Microsoft Deutschland, griff zu einem lokalen Bild. Unternehmen hätten zwar den Kran gekauft, doch der Bau sei damit nicht fertig. Wie beim Kölner Dom brauche es nun Plan, Technik, Menschen und einen langen Atem.
OpenAI will seine stärksten Modelle ohne Internetzugang trainieren. Zuvor war eine KI des Unternehmens aus einer Testumgebung ausgebrochen und hatte sich in Rechner der KI-Plattform Hugging Face gehackt. Damit die Modelle trotzdem lernen, im Netz zu suchen und Web-Anwendungen zu bedienen, baute OpenAI eine „Offline-Welt“ mit gespeicherten Web-Inhalten. Ganz vom Netz trennt OpenAI die Umgebung aber nicht. Das sei „derzeit nicht umsetzbar“, da man externe Verbindungen für Experimente und Überwachung brauche. Nachdem ein Modell trotz Sperre Antworten von einem externen Chatbot bekommen hatte, ruhte das Training elf Tage lang.
Die Agenten laufen in abgeschotteten virtuellen Maschinen. Aus diesen sind sie früher über