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Steam: Nach einem Jahr Testphase verlässt der persönliche Kalender die Beta
Das aus den Steam Labs stammende Tool wandert auf die Startseite des Shops: Valves Algorithmus filtert kommende Neuheiten anhand echter Spielzeiten.
Steams persönlicher Kalender hat die Beta-Phase endlich hinter sich gelassen und steht ab sofort allen Spielern zur Verfügung. Valve testete das neue Feature knapp ein Jahr lang auf Herz und Nieren.
Die Funktion startete im vergangenen Oktober als Experiment in den Steam Labs. Der persönliche Kalender hebt frische Releases sowie kommende Titel hervor, stimmt sie passgenau auf eure Interessen ab und ordnet alles übersichtlich nach Veröffentlichungsdatum. Neben einem festen Platz direkt auf der Startseite des Shops spendiert Valve dem Feature auch eine eigene Übersichtsseite. Hier versammelt Steams Algorithmus genau jene Titel, die euren Geschmack treffen dürften – welche Spiele ihr zu sehen bekommt, fällt also für jeden Nutzer völlig individuell aus.
Zwar empfahl Steam Spielern schon immer auf verschiedene Weise passende Games anhand ihrer Vorlieben. Der persönliche Kalender geht jedoch einen Schritt weiter: Er filtert die Auswahl nach strengeren Kriterien und bereitet die Ergebnisse monatsweise und intuitiv auf. So behaltet ihr den Überblick, ohne von einer Spieleflut erschlagen zu werden.
Im Juli 2019 rief Valve die Steam Labs ins Leben. Die Plattform dient als öffentliches Testfeld für neue Algorithmen und Suchfunktionen wie den interaktiven Empfehlungsgeber, um Spielern angesichts tausender jährlicher Veröffentlichungen mehr Durchblick im Shop zu verschaffen.
Laut Valve stützt sich das Empfehlungssystem auf drei zentrale Faktoren: Es analysiert eure zuletzt gespielten Titel, sucht nach anderen Nutzern mit ähnlichen Spielzeit-Profilen und prüft anschließend, welche Spiele diese Spieler zocken oder auf ihre Wunschliste setzen. In einem Blogbeitrag stellt Valve klar, dass das System nur Spiele berücksichtigt, die ihr "am häufigsten spielt". Titel, die ihr lediglich für ein paar Minuten antestet, fallen bei den Empfehlungen also nicht ins Gewicht.
Ein entscheidender Vorteil: Die Vorschläge des persönlichen Kalenders sind nicht in Stein gemeißelt. Valve aktualisiert die Datenbasis täglich. "In der Praxis ändern sich die Empfehlungen von Tag zu Tag zwar kaum merklich", schreibt das Unternehmen. "Mit der Zeit tauchen jedoch immer wieder neue Titel auf, wenn der Acht-Wochen-Horizont des Kalenders voranschreitet oder Spiele ein festes Release-Datum erhalten."
Gleichzeitig ist sich Valve des Risikos bewusst, dass das Feature ungewollt ins Gegenteil umschlagen könnte: Spieler sehen womöglich weniger relevante Neuheiten, weil Titel außerhalb ihrer Filter durchs Raster fallen – was letztlich zu einer isolierten Empfehlungsblase führen würde. Eine Universallösung für dieses Problem hat das Studio zwar noch nicht parat, will die Auswahl aber ganz bewusst abwechslungsreich halten.
"Beim persönlichen Kalender erscheint kaum jeden Tag ein neues Spiel, das genau in dieselbe Genre- oder Themensparte eurer Lieblingstitel fällt und gleichzeitig eine treffende Empfehlung abgibt", erklärt Valve. "Aus diesem Grund bedient sich der üersönliche Kalender bei den täglichen Neuerscheinungen an einem spürbar breiteren Pool an Titeln quer durch alle möglichen Genres."