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Knesset-Wahl in Israel: Prognosen deuten auf Patt-Situation hin
Nach der Wahl in Israel sehen mehrere TV-Sender ein enges Rennen um die Mehrheit im Parlament. Sowohl Eisenkot als auch Netanjahu kündigten an, eine Regierung bilden zu wollen.
Aktualisierte Prognosen vom frühen Mittwoch der führenden israelischen TV-Sender zeigen nach der Wahl in Israel eine Patt-Situation zwischen dem rechtsreligiösen Lager des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem ebenfalls aus mehreren Parteien bestehenden Lager seines Hauptrivalen Gadi Eisenkot.
Die Sender Channel 13 und Kan sahen das Netanjahu-Lager bei 51 von 120 Sitzen im Parlament, ebenso wie das Lager um Ex-Militärchef Gadi Eisenkot.
Laut den Prognosen wird Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei mit 27 Mandaten stärkste Kraft im Parlament, auf Platz zwei kommt Eisenkots Mitte-Partei Jaschar mit 21 bis 22 Mandaten. Der TV-Sender N12 sieht die Likud-Partei bei 24 und die Jaschar-Partei bei 22 Sitzen. Nur der TV-Sender C14, der als Sprachrohr Netanjahus gilt, sieht eine klare Mehrheit von 62 der 120 Mandate für das Lager des Ministerpräsidenten.
Die Parteien der arabisch-israelischen Staatsbürger schnitten deutlich besser ab als erwartet. Sie kommen laut Nachwahlbefragungen auf einen Rekord von 17 bis 18 Sitzen - was der Opposition theoretisch den Weg an die Macht ebnen könnte. Allerdings hatte Eisenkot bislang nicht öffentlich erklärt, dass er mit den überwiegend arabischen Listen zusammenarbeiten würde.
Bei der Parlamentswahl in Israel erreichen Prognosen zufolge weder Premierminister Netanjahu noch sein wichtigster Gegner Eisenkot eine Mehrheit.
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Der israelische Oppositionsführer Eisenkot kündigt an, eine neue Regierung bilden zu wollen. Die Menschen in Israel hätten sich für "den Wandel entschieden", er werde versuchen, eine neue Regierung zu bilden, sagte Eisenkot am frühen Mittwochmorgen in einer Rede vor seinen Anhängern in Tel Aviv. Netanjahus Koalition habe "das Vertrauen des Volkes verloren". Den amtierenden Regierungschef warnte er davor, "Israels Sicherheit für Ihre politischen Zwecke zu missbrauchen".
Netanjahu will eine "starke" neue rechtsgerichtete Regierung bilden. Seine rechtskonservative Likud-Partei sei "die größte Partei Israels" und das rechte Lager habe innerhalb der jüdischen Bevölkerung eine klare Mehrheit, sagte er vor Anhängern. Netanjahu hielt seine Rede gegen 03.00 Uhr morgens (Ortszeit, 02.00 Uhr MEZ). Anders als für ihn üblich, fasste er sich diesmal kurz. Er erklärte sich zwar nicht ausdrücklich zum Wahlsieger, verwies jedoch darauf, dass seine Likud-Partei voraussichtlich als stärkste Einzelkraft aus der Wahl hervorgehen werde. Zudem sprach er sich gegen jede "Regierung mit der Unterstützung der israelischen Araber" aus.
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