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SK Hynix Quartalszahlen: DRAM und HBM sind bis 2029 praktisch ausverkauft
SK Hynix hat im dritten Quartal 2026 Rekordwerte bei Umsatz und operativem Gewinn erzielt. Der Umsatz des Speicherherstellers stieg auf 104,62 Billionen Won, der Nettogewinn auf 39,78 Billionen Won. Treiber sind die hohe KI-Nachfrage und steigende Speicherpreise. HBM4 soll bereits im laufenden Quartal HBM3E überholen.
Wie der südkoreanische Speicherhersteller mitteilt, stieg der Unternehmensumsatz gegenüber dem Vorquartal um 32 Prozent auf 104,62 Billionen Won (rund 70 Mrd. Euro). Der operative Gewinn legte um 38 Prozent auf 83,33 Billionen Won (knapp 56 Mrd. Euro) zu. Die operative Marge erreichte damit den Rekordwert von 80 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte sie noch bei 47 Prozent gelegen. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 328 Prozent und der operative Gewinn um 632 Prozent.
Der Nettogewinn belief sich auf 39,78 Billionen Won (26,7 Mrd. Euro) und lag damit 216 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2026, in dem SK Hynix noch 93,92 Billionen Won (63 Mrd. Euro) verdient hatte, sank er allerdings um 58 Prozent. Verantwortlich dafür waren insbesondere negative Sondereffekte außerhalb des operativen Geschäfts. Wechselkursbedingte Verluste schlugen mit 11,63 Billionen Won zu Buche, weitere Verluste im Zusammenhang mit Finanzanlagen mit 22,92 Billionen Won. Insgesamt summierten sich die Nettoverluste außerhalb des operativen Geschäfts auf 32,63 Billionen Won.
Im DRAM-Geschäft sorgte vor allem der deutlich gestiegene Absatz von DDR5 für Server für Wachstum. Gleichzeitig nahm SK Hynix die Auslieferung von HBM4 in größerem Umfang auf. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen ein weiteres deutliches Wachstum der DRAM-Bit-Auslieferungen: Das sogenannte Bit Growth soll gegenüber dem Vorquartal im mittleren Zwanzigprozentbereich liegen.
Um die Nachfrage zu bedienen, will SK Hynix den Anteil der sechsten Generation seiner 10-nm-Klasse-Fertigungstechnologie (1c) zügig erhöhen. Das Unternehmen plant, auf dieser Basis sowohl DDR5 als auch LPDDR5-SOCAMM für KI-Server stärker zu vermarkten. SOCAMM ist ein für Serveranwendungen ausgelegtes Speichermodulformat. Parallel dazu wird der Ausbau des Werks M15X vorangetrieben. Die Anlage soll bis Ende 2026 ihre volle Kapazität erreichen und insbesondere die Produktion von HBM unterstützen.
Bei High Bandwidth Memory (HBM), der für KI-Beschleuniger besonders wichtigen Speichertechnologie, steht ein Generationswechsel bevor. SK Hynix rechnet damit, dass HBM4 im vierten Quartal sowohl beim Auslieferungsvolumen als auch beim Umsatzanteil erstmals HBM3E übertreffen wird. Damit soll die neueste Generation bereits kurz nach dem Produktionshochlauf zum wichtigsten HBM-Produkt des Unternehmens werden.
Wie SK Hynix im Rahmen der Bilanzkonferenz erklärte, sind die verfügbaren Produktionskapazitäten für DRAM und HBM bis einschließlich 2029 praktisch vollständig durch bestehende Liefervereinbarungen und konkrete Verhandlungen mit Kunden abgedeckt. Bereits abgeschlossen hat der Hersteller langfristige Lieferverträge (LTA) mit 14 wichtigen Kunden, darunter großen Cloud-Anbietern. Sie sichern mehr als 50 Prozent der gesamten Produktionskapazität für 2027 und 2028 ab. Bei HBM übersteigt die aktuelle Kundennachfrage die lieferbare Menge laut SK Hynix um mehr als das Doppelte. Der Hersteller erwartet, dass die allgemeine Speicherknappheit aufgrund der hohen KI-Nachfrage und der langen Vorlaufzeiten für neue Fabriken bis 2030 anhält.
Auch das NAND-Geschäft entwickelte sich positiv. SK Hynix steigerte den Absatz von TLC-NAND mit 321 Speicherschichten, das insbesondere in Enterprise-SSDs zum Einsatz kommt. Die Nachfrage nach hochkapazitiven und leistungsfähigen SSDs für Rechenzentren wächst mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur.
Im vierten Quartal soll der Anteil der 321-Layer-Technologie an der heimischen NAND-Produktionskapazität auf mehr als 50 Prozent steigen. SK Hynix will damit die Verfügbarkeit seiner leistungsfähigen Enterprise-SSDs erh