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Kopfhörer Beats 360: Nutzerklagen wegen Rauschen im Transparenz- und ANC-Modus
Normalerweise sorgt der ANC-Modus von Apple-Stöpseln und Over-Ears für himmlische Ruhe. Die jüngsten Beats sind hier aber nicht perfekt, sagen User.
Käufer der vor wenigen Wochen in den Handel gekommenen Kopfhörer Beats 360 der Apple-Tochter Beats berichten über unschöne Hintergrundgeräusche, wenn die Over-Ears zwar aktiv sind, aber keine Musik abspielen. Betroffen sind sowohl die aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation, ANC) als auch der sogenannte Transparenzmodus, bei dem Außengeräusche durchgeschaltet werden. Feststellen kann man das Problem, das Betroffene als „ständiges Grundrauschen“ oder auch einen „High Noise Floor“ beschreiben, wenn man die Beats 360 in einem ruhigen Raum aufsetzt und dann ANC und/oder Transparenzmodus aktiviert. Es ist dabei egal, welche der beiden Ohrpolsterarten man verwendet. Apple verkauft Varianten mit Strickgewebe sowie einem Kunstledermaterial („UltraPlush“). Die UltraPlush-Variante soll bassigeren Klang liefern, dazu passt Beats das Soundprofil an.
Beats hatte am 22. September eine neue Firmware namens 4A262 veröffentlicht – passend zur Veröffentlichung der Geräte. Diese ändert an dem Problem aber nichts. Das Aufspielen der Firmware erfolgt auf Apple-Geräten, indem man die Kopfhörer mit einem iPhone, iPad oder Mac verbindet (jeweils jüngste Betriebssystemversion) und die Beats 360 per USB-C an den Strom anschließt. Nach einiger Zeit sollte das Update automatisch auf das Gerät kommen – überprüfbar ist dies über die Bluetooth-Einstellungen am iPhone. Für Android-Geräte benötigt man die offizielle Beats-App, die es im Google Play Store zum Download gibt.
Manche Nutzer haben ihre Beats 360 wegen des Rauschens auch schon austauschen lassen, allerdings sahen sie keine Unterschiede mit der neuen Hardware, heißt es etwa auf Reddit. Mehrere Geräte in der Mac & i-Redaktion waren ebenfalls betroffen. Laufen Musik oder ein Podcast, fällt das Grundrauschen zumeist nicht auf – es scheint aber, zumindest unterdrückt, minimal weiterhin vorhanden zu sein. Störend ist es in jedem Fall, wenn man die Beats 360 aufsetzt, um Ruhe von seiner Umgebung zu haben, ohne Musik hören zu wollen – eine Funktionalität, die bei ANC-Kopfhörern insbesondere in Büroumgebungen gerne verwendet wird, um konzentriert arbeiten zu können.
Im Vergleich mit anderen Apple-Produkten wie den AirPods Pro 3 oder gar den AirPods Max 2 fällt auf, dass diese im ANC- und/oder Transparenzmodus nahezu kein Hintergrundrauschen produzieren. Apple nutzt in den Beats 360 einen „Beats custom-designed proprietary chip“ in jeder der beiden Ohrmuscheln, also eine Beats-Eigenentwicklung; nicht Apples eigene aktuelle H2-Chips, wie sie etwa in den Powerbeats Pro 2 stecken.
Die Beats 360 gelten eigentlich als sehr hochwertig, kombinieren Kunststoff mit internen Metallelementen. Mit einem Preis von 349,99 Euro sind sie als Over-Ears eine Art „AirPods Max 2 in Günstig“ (deren Preis bei Apple: 579 Euro), sie verfügen über ein weitgehend neutrales Klangbild, das weniger basslastig ist als bei Beats üblich. Einige Komfortfeatures fehlen allerdings, darunter etwa die Erkennung, wenn die Kopfhörer abgenommen wurden: Die Musik stoppt dann nicht, man muss den Play/Pause-Knopf händisch bedienen.
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