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Chinas mysteriöser Raumgleiter: US-Geheimdienst macht erstes gutes Foto publik
Seit 2020 hat China unter enormer Geheimhaltung mehrere mysteriöse Raumgleiter gestartet. Ein privater Satellit aus den USA hat das Gefährt im All fotografiert.
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Die US-Regierung hat zum ersten Mal ein höher aufgelöstes Foto eines mysteriösen Raumgleiters aus China veröffentlicht, aufgenommen wurde es von einem Erdbeobachtungssatelliten im Orbit. Zu erkennen ist ein „Weltraumflugzeug“, das erwartungsgemäß dem wiederverwendbaren Raumgleiter X-37B der USA ähnelt. Das Foto ist in einem Bericht des militärischen US-Nachrichtendiensts DIA enthalten und stammt demnach vom privaten Satellitenunternehmen Maxar. Das Raumfahrzeug sieht darauf wie eine kleine Variante des Space Shuttles aus, an seinem Ende aber ergänzt um große Solarpaneele. Aufgenommen wurde es demnach schon im Jahr 2024. China hat solch einen Raumgleiter seit 2020 viermal gestartet, die jüngste Mission wurde im Februar begonnen und dauert an.
Das jetzt veröffentlichte Satellitenfoto des Raumgleiters macht deutlich, wie ähnlich sich die Programme der USA und Chinas zur Entwicklung experimenteller, unbemannter und wiederverwendbarer Raumgleiter offenbar sind. In dem DIA-Bericht heißt es, dass wiederverwendbare Raumfahrttechnik zwar besonders schwierig zu entwickeln und extrem teuer sei, die Kosten aber enorm verringern könne. Dabei würden Raketenstufen, Nutzlastverkleidungen und Raumkapseln nach dem Start geborgen, überholt und erneut eingesetzt. Was die speziellen Raumgleiter aber tatsächlich im All erledigen und erledigen könnten, unterliegt in beiden Staaten strenger Geheimhaltung, wobei sich zumindest die USA zuletzt transparenter gezeigt haben.
Von dem chinesischen Raumgleiter ist im Ausland nicht einmal der offizielle Name bekannt, die DIA spricht von zwei Modellen namens „Shenlong“ und „Tengyun“. Ein erster Prototyp wurde 2020 gestartet und blieb zwei Tage im All, der zweite Raumgleiter schaffte ab August 2022 dann schon 276 Tage, das dritte blieb ab Dezember 2023 acht Tage kürzer in einer Umlaufbahn. Die vierte Mission hat am 7. Februar begonnen und dauert damit jetzt schon wieder fast so lang. Der US-Geheimdienst erinnert in dem Zusammenhang noch daran, dass Russland schon mehrere vergleichbare Programme angekündigt hat, seit dem einzigen und unbemannten Start des Raumschiffs Buran diesbezüglich aber „wenig Fortschritte“ gemacht habe.
Weil Objekte im Erdorbit nicht unbeobachtet agieren können, sind zumindest einige Details zu den Missionen der chinesischen Raumgleiter bekannt. So hat der Zweite während seiner Mission 2022/23 einen Satelliten ausgesetzt, wieder eingefangen und offenbar noch einmal ausgesetzt. Damals wurde darüber spekuliert, dass das Raumfahrzeug Satelliten reparieren könnte. Vergleichbares hat sich laut dem DIA-Bericht auf der dritten Mission wiederholt, aber auch hierzu gibt es keine Einzelheiten. Das US-Pendant X-37B führt seit August 2025 seine achte Mission aus und vor dem Start hieß es, dass an Bord unter anderem Technik zur Laserkommunikation und „der leistungsstärkste Quanten-Trägheitssensor“, der je im All eingesetzt wurde, getestet werden sollen. Was das Raumfahrzeug sonst noch unternimmt, ist aber nicht bekannt.
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