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Steam und KI-Klone: Valve sucht Lösungen, schließt Zugangsverbote für Entwickler aber aus
Auf dem Indie-Connect-Event verteidigt das Team die offene Plattform: Sichtbarkeits-Probleme beim Next Fest sollen über den Algorithmus behoben werden.
Bei Valve tauchen immer mehr KI-Slop-Games oder mithilfe von Algorithmen erstellte Klone anderer Spiele auf – das Unternehmen sucht noch nach dem richtigen Umgang mit dieser Entwicklung.
Dazu äußerte sich Valves Business-Team während des Events "Steam Indie Connect" in Südkorea, wie InvenGlobal berichtet.
Bereits im vergangenen Jahr wurde bei rund 17 Prozent der Demos im Steam Next Fest der Einsatz generativer KI angegeben. Diesmal stehen noch einmal deutlich mehr Probierversionen bereit, somit dürfte die Quote weiter steigen.
Seit der Abschaffung von Steam Greenlight und dem Start von Steam Direct im Jahr 2017 verzichtet Valve weitgehend auf redaktionelle Vorab-Kuration. Statt als Gatekeeper aufzutreten, setzt das Unternehmen auf automatisierte Algorithmen und vertraut auf die Selbstregulierung des Marktes.
Das ist nicht nur für Entwickler ein Problem, die Geld und Zeit in ihre Projekte stecken, sondern auch im Hinblick auf die Sichtbarkeit. Aus Angst vor KI-Klonen haben manche Studios sogar auf die Veröffentlichung einer Demo verzichtet.
Valves Tom Giardino betonte auf dem Event, dass es Klone schon lange vor dem KI-Boom gab – die neue Technologie habe den Prozess lediglich beschleunigt. "Wir wollen uns nicht als Gatekeeper aufspielen und Entwicklern vorschreiben, welche Tools sie nutzen dürfen und welche nicht", sagt er. Ein pauschales Verbot für Studios ist somit erst einmal nicht zu erwarten.
Den Machern der Originalspiele rät er: "Verlasst euch nicht bloß auf eine einzelne Mechanik, die jeder mühelos kopieren kann. Entwickelt euer Spiel kontinuierlich weiter – mit neuen Features, einer eigenen Handschrift und kreativen Ideen, die eurer persönlichen Vision entspringen."
Auch das Problem der Sichtbarkeit wurde angesprochen. Laut Valves Marc Wilkinson stellt sich die Lage jedoch nicht so dramatisch dar, wie es den Anschein hat. In den ersten beiden Tagen des Next Fest spielt der Store-Algorithmus Empfehlungen völlig zufällig aus. Erst danach greifen personalisierte Vorschläge, die auf der individuellen Aktivität der Nutzer basieren.
Dadurch sollen User zielgerichteter zu den Titeln geführt werden, die ihrem Geschmack entsprechen. Einschlägige Medienberichte über eine angebliche Flut an minderwertigen Spielen bezogen sich seinen Angaben zufolge vor allem auf die anfängliche Startphase.