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Valve zu KI-Klonen: Community und Updates sollen Indie-Spiele schützen
Indie-Entwickler fürchten KI-Klone ihrer Spiele und Schrott-Demos beim Next Fest. Valve will KI auf Steam aber nicht verbieten.
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Um sich vor KI-generierten Klonen ihrer Spiele zu schützen, sollen Indie-Entwickler eine treue Community aufbauen und regelmäßige Updates veröffentlichen. Das hat Tom Giardino aus Valves Steam-Business-Team am Dienstag bei einer Entwicklerveranstaltung für koreanische Studios geraten.
Valve richtete die Veranstaltung „Steam Indie Connect“ gemeinsam mit den Organisatoren des Busan Indie Connect Festival und der koreanischen Förderagentur KOCCA aus, berichtet Inven Global. In der Fragerunde schilderte ein Entwickler, dass Indie-Studios zuletzt Erpressermails erhalten hätten: Wenn man nicht zahle, werde das eigene Spiel per KI nachgebaut und vor dem Original veröffentlicht. Giardino sagte, er höre von solchen Fällen zum ersten Mal.
Valve wolle nicht als Gatekeeper auftreten und Entwicklern vorschreiben, welche Werkzeuge sie nutzen dürfen, erklärte Giardino anschließend laut Inven. Ob KI bei der Entwicklung zum Einsatz kommt, sei die Entscheidung der Studios. Klone seien zudem kein neues Phänomen: Es sei schon vorher passiert, dass gute Demo-Ideen abgekupfert werden. KI beschleunige das nur.
Giardino nannte das Vertrauen der Spieler in ein Studio, das über eine eigene Community aufgebaut wird, als erste Verteidigungslinie. Das brauche allerdings Zeit und reiche allein nicht aus. Ebenso wichtig sei die kontinuierliche Weiterentwicklung eines Spiels. Giardino verglich das mit Valves Umgang mit Raubkopien: Statt aggressiven Kopierschutz einzubauen, habe man stets versucht, das legitime Produkt zur besten Version zu machen. Eine einzelne Spielmechanik lasse sich leicht kopieren, über Updates hinzukommende Features und eigene Ideen dagegen nicht. Die Erpressungen selbst seien eher ein Fall für die Strafverfolgung als für eine Spieleplattform. Valve wolle gemeldeten Fällen aber nachgehen.
Laut einem früheren Bericht von Inven Global hat das koreanische Zwei-Personen-Studio YNOT die Demo seines Kochspiels „Spookitchen“ kurz vor dem Next Fest zurückgezogen, nachdem es von einem KI-Klon erfahren hatte. Die Entwickler des Taktik-Rollenspiels „Dragon’s Chronicles: Twin Stars of Reginleiv“ sollen eine Erpressermail mit einer Forderung über 200 US-Dollar erhalten haben.
Auch die vielen minderwertigen KI-Spiele beim Next Fest im Oktober waren Thema der Fragerunde. Marc Wilkinson aus Valves Steam-Business-Team erklärte, dass Steam die Demos in den ersten zwei Tagen des Events praktisch zufällig ausspielt. Personalisierte Empfehlungen greifen erst danach. Viele Beschwerden über eine Flut von AI-Slop-Spielen bezögen sich nur auf diese ersten zwei Tage.
Der Zufall soll laut Wilkinson verhindern, dass sich Entwickler durch frühes Eintragen Sichtbarkeit sichern, und jedem Spiel eine faire Chance geben. Dass dabei auch minderwertige Spiele auftauchen, nehme Valve in Kauf. Seit Anfang 2024 müssen Entwickler auf Steam angeben, ob und wie sie KI einsetzen. Valve unterscheidet dabei zwischen vorgenerierten Inhalten wie KI-Grafiken oder KI-Sprachausgabe und Inhalten, die während des Spiels live generiert werden. Viele dieser Angaben sind für Spieler auf der Shop-Seite des jeweiligen Titels einsehbar. Die Kennzeichnung änderte an der Zulassungspraxis nichts: Valve betonte schon damals, dass die überwiegende Mehrheit der KI-gestützten Spiele auf Steam freigegeben wird.
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