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Oracle lässt ChatGPT an die Geschäftsdaten
Oracle stellte auf der AI World neue KI-Dienste vor, darunter ChatGPT-Zugang für Geschäftssysteme, eine Plattform für KI-Apps und einen Sicherheitsdienst.
Oracle baut die Zusammenarbeit mit OpenAI aus. Auf der Oracle AI World in Las Vegas stellte das Unternehmen am 27. Oktober einen Zugang zu Geschäftssystemen über ChatGPT, eine Plattform für den Betrieb KI-generierter Anwendungen und einen verwalteten Sicherheitsdienst vor. Ein zusätzliches Paket bündelt Angebote für kleine und mittlere Unternehmen.
Mit Oracle AI Workspace sollen Beschäftigte über ChatGPT auf Fusion Applications, NetSuite, Oracle AI Database und Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zugreifen können. Plugins sollen Informationen aus den Systemen erschließen und autorisierte Geschäftsabläufe ausführen. Bestehende Berechtigungen, Freigaben und Kontrollmechanismen sollen dabei erhalten bleiben.
Anwender sollen ein Geschäftsziel beschreiben können, woraufhin Workspace Informationen aus verbundenen Systemen zusammenführt und die erforderlichen Schritte koordiniert. Das soll beispielsweise helfen, Lieferprobleme zu untersuchen oder Aufgaben beim Monatsabschluss abzustimmen. Wo erforderlich, sollen Menschen Aktionen vor ihrer Ausführung prüfen und freigeben.
Workspace überschneidet sich damit teilweise mit dem separat vorgestellten Fusion Companion. Companion ist auf die Arbeit mit Fusion Applications ausgerichtet, kann aber ebenfalls Daten und Kontext aus anderen Unternehmenssystemen einbeziehen und dort autorisierte Aktionen koordinieren. Workspace soll einen übergreifenden Zugang zum Oracle-Portfolio und weiteren Unternehmensquellen bieten. Wie beide Angebote technisch zusammenspielen, erläutern die Ankündigungen nicht.
Oracle App Composer soll die Bereitstellung und den Betrieb von Anwendungen übernehmen, die Beschäftigte beispielsweise mit Codex erstellen. Oracle verwaltet die Infrastruktur in OCI. Die Unternehmens-IT legt unter anderem Zugriffe, zugelassene Datenverbindungen, Richtlinien und Kostenkontrollen fest. Die Anmeldung mit dem Unternehmenskonto, Berechtigungen und Protokollierung sollen in den Betrieb eingebunden sein.
Laut Oracle stellt der Dienst genehmigte Ressourcen in der OCI-Umgebung des Kunden bereit und übernimmt Aufgaben wie Überwachung, Wiederherstellung und die Verwaltung von Releases. Soll eine Entwicklungsabteilung eine Anwendung später übernehmen, sollen sich Quellcode, Einstellungen und Änderungshistorie übertragen lassen.
App Composer unterstützt auch APEXlang. Mit dieser deklarativen Sprache lässt sich eine Anwendung für Oracles APEX-Plattform beschreiben, statt ihren gesamten Programmcode generieren zu lassen.
Oracle AI Security Mesh ist als verwalteter Dienst für Sicherheitstests vorgesehen. Er soll Anwendungen und Infrastruktur in OCI, anderen Clouds und lokalen Rechenzentren auf Schwachstellen untersuchen. Oracle nennt dafür spezialisierte OpenAI-Modelle, veröffentlicht in der gemeinsamen Ankündigung jedoch keine konkreten Modellnamen oder Versionen.
Agenten sollen mögliche Angriffspfade untersuchen. Eine separate Validierung soll prüfen, ob sich Befunde reproduzieren lassen. Vorgeschlagene Korrekturen werden Kunden zur Prüfung vorgelegt und anschließend erneut getestet. Dabei soll auch kontrolliert werden, ob die erwartete Nutzung weiterhin funktioniert.