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Apps - Ein Teil von Dänemarks Verwaltung wollte Microsoft Office loswerden – doch der Open-Source-Plan geriet ins Wanken
All diese Apps sollten ersetzt werden. (Bildquelle: Unsplash – Ed Hardie | Xataka)
Es gibt Programme, die so fest im Alltag verankert sind, dass sie fast unsichtbar werden. Ihr öffnet ein Dokument, korrigiert einen Satz, verschickt eine Präsentation und arbeitet einfach weiter, ohne euch zu fragen, was im Hintergrund eigentlich alles reibungslos zusammenspielen muss. D
Doch genau diese Gewohnheit schafft auch Abhängigkeiten: von bestimmten Dateiformaten, vertrauten Werkzeugen und Arbeitsabläufen, die ihr mit Kolleginnen und Kollegen teilt. Wenn eine Behörde beschließt, ihre Bürosoftware auszutauschen, genügt es deshalb nicht, eine Alternative zu finden, die auf dem Papier das Gleiche leistet. Der eigentliche Härtetest beginnt, sobald die Software tagtäglich im Einsatz ist.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Im Juni 2025 wollte das damalige dänische Ministerium für Digitalisierung herausfinden, inwieweit sich Microsoft Office in Teilen der behördlichen Arbeit tatsächlich ersetzen lässt. Der am 19. Juni gestartete Testlauf umfasste 38 Beschäftigte, die fortan mit einem auf Collabora basierenden Bearbeitungsmodul arbeiteten. Dieses war direkt in das Vorgangsbearbeitungssystem der Behörde eingebunden.
Der Anstoß für die Initiative war keine Unzufriedenheit mit Word oder Excel, sondern eine grundlegende politische Frage: Wie stark darf sich eine öffentliche Verwaltung an Softwarelösungen großer US-Konzerne binden?
Caroline Stage, die damalige Digitalisierungsministerin, setzte sich dafür ein, diese Abhängigkeit zu verringern und dem öffentlichen Sektor mehr Handlungsspielraum zu verschaffen. Ihre Pläne gingen weit über das Collabora-Pilotprojekt hinaus: Noch vor Ende 2025 strebte sie eine umfassendere Ablösung von Microsoft Office im Ministerium an.
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Dabei handelte es sich keineswegs um ein unausgereiftes Nischenprojekt. Collabora ist eine quelloffene Office-Suite auf Basis von LibreOffice und bringt Werkzeuge für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie Präsentationen mit – inklusive Kompatibilität mit den gängigen Microsoft-Dateiformaten.
Im dänischen Ministerium sollte das Bearbeitungsmodul innerhalb von F2 laufen, einer vom Unternehmen cBrain entwickelten Plattform für Vorgangsbearbeitung. Genau hier lag eine der größten Anforderungen: Es galt zu prüfen, ob die Beschäftigten ihre bestehenden Vorlagen nahtlos weiternutzen, Formatierungen bei Konvertierungen fehlerfrei beibehalten und Korrekturfunktionen verwenden konnten, ohne dass gewohnte Arbeitsabläufe beeinträchtigt wurden.