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„Dark Messiah“: Community Edition bringt Koop-Modus und Linux-Support
Eine Fan-Mod bringt den Arkane-Klassiker „Dark Messiah of Might and Magic“ auf eine aktuelle Source-Engine – mit Ubisofts Segen und neuem Koop-Modus.
Kick it like Sareth: Das Action-Rollenspiel „Dark Messiah of Might and Magic“ bekommt 20 Jahre nach seinem Release eine Community Edition mit Koop-Modus und nativer Linux-Unterstützung. Die kostenlose Fan-Mod soll noch 2026 erscheinen. Wer sie spielen will, braucht das Originalspiel.
Hinter der Community Edition steht das Mod-Team wiltOS Technologies, das seit Jahren an Erweiterungen für „Dark Messiah“ arbeitet. Das Team baut das Spiel auf der aktuellen Version von Valves Source-Engine neu auf, inklusive 64-Bit-Unterstützung für Windows und überarbeiteter Schattendarstellung. Laut der Steam-Seite vereint die Community Edition die PC-Fassung von 2006 mit der Xbox-360-Version, stellt herausgeschnittene Inhalte wieder her und bringt Controller-Support sowie Achievements mit.
Im neuen Koop-Modus spielt man die Kampagne gemeinsam mit Freunden. Der Mehrspielermodus des Originals kehrt in überarbeiteter Form zurück, inklusive Karten und Modi, die bisher der Konsolenfassung vorbehalten waren. Verbindungen laufen über Steamworks per Peer-to-Peer.
Beliebte Fan-Mods wie ein New-Game-Plus-Modus wandern offiziell in die Community Edition. Ein neuer Abenteuermodus bündelt Bonuslevel und Herausforderungen, im Endlosmodus „The Trials of Kha-Beleth“ kämpft man ums Überleben. Wer in der Kampagne Relikte sammelt, schaltet Runen frei, die die Spielregeln verändern. Dazu kommen neue Zauber, Waffen und Verwandlungen.
Modder sollen die Community Edition weiter beackern können: Mit Valves Skriptsprache VScript lassen sich eigene Rüstungen, Waffen, Klassen, Gegner, Skill-Bäume und Spielmodi bauen. Mit dem Generator DunGen entstehen zudem maßgeschneiderte oder zufällig erzeugte Level. Eigene Kreationen werden über den Steam Workshop geteilt.
Die Community Edition entsteht laut den Entwicklern mit Zustimmung von Ubisoft: Der französische Publisher hat „Dark Messiah“ 2006 veröffentlicht und hält die Rechte an der Marke „Might and Magic“. Entwickler Arkane Studios gehört inzwischen zu Microsoft.
Ein Remake sei die Community Edition nicht, betont Entwickler wiltOS. Das Team portiere das Spiel lediglich auf die neue Engine-Version. Dabei half ein Besuch bei Ubisoft Montreal, bei dem wiltOS Unterstützung für ein erweitertes Modding-SDK bekam und die Xbox-360-Fassung auf dem PC zum Laufen brachte.
„Dark Messiah“ gilt mit seinem erstklassigen Nahkampf aus der Ego-Perspektive als Klassiker der Spielegeschichte. Gegner lassen sich per Tritt in Abgründe, Stachelfallen oder Feuer befördern, Holzgerüste brechen unter ihnen zusammen. Die Physik der Source-Engine macht die Umgebung so zur Waffe.
Arkane entwickelte später „Dishonored“ und „Prey“, am Kampfsystem von „Dark Messiah“ orientieren sich aber auch andere Studios. Eine erklärte Hommage ist etwa „Fatekeeper“ des bayerischen Entwicklers Paraglacial, das im Early Access erhältlich ist.