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PostgreSQL 19 verzögert sich – KI findet viele Bugs
Die Veröffentlichung von PostgreSQL 19 könnte sich bis November 2026 verzögern. Robert Haas, langjähriger PostgreSQL-Mitwirkender und Committer, führt die Verzögerung auf zusätzliche Fehlerfunde durch große Sprachmodelle (LLMs) zurück.
In den vergangenen zehn Jahren erschien eine neue Hauptversion von PostgreSQL üblicherweise zwischen Mitte September und Mitte Oktober, schreibt Haas in seinem Blogbeitrag. Für Version 19 erwartet Haas einen späteren Termin. Auch eine weitere Verschiebung hält er für möglich. Dass Entwickler nach dem Feature Freeze am 8. April noch größere Funktionen entfernen, kommt vor. Mehrere umfangreiche Rücknahmen zu einem so späten Zeitpunkt, wie jetzt geschehen, seien jedoch ungewöhnlich.
Als Beleg für die gestiegene Zahl an Fehlerkorrekturen vergleicht Haas die Änderungen im PostgreSQL-Quellcode zwischen dem 8. April und dem 25. September der Jahre 2025 und 2026. Im Jahr 2025 verzeichnete der Hauptentwicklungszweig 1037 Commits, während 724 Commits in den stabilen Zweig der Version 18 zurückflossen. Im selben Zeitraum 2026 kamen 1443 Commits im Hauptzweig und 1169 im stabilen Zweig der Version 19 hinzu. Damit stieg die Zahl der Änderungen für den stabilen Zweig um mehr als 60 Prozent. Die Zahl der Commits im Hauptentwicklungszweig nahm dagegen nur vergleichsweise geringfügig zu.
Haas sieht die Verzögerung nicht als grundsätzliches Problem. Sie zeige vielmehr, dass das Projekt der Softwarequalität Vorrang einräume. Langfristig stelle sich jedoch die Frage, wie das Team mit der großen Zahl bislang unentdeckter Fehler umgehen könne. Die PostgreSQL-Codebasis umfasst eine jahrzehntelange Entwicklungsgeschichte. Sprachmodelle erleichtern es inzwischen, Fehler aufzuspüren; deren Behebung werde dadurch allerdings nicht im gleichen Maß einfacher. Haas sieht deshalb auch die künftige Weiterentwicklung des Datenbanksystems vor Herausforderungen.
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