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Handel mit Merchandise: Nicht mehr viel los im Trump-Shop
Fanartikel von Trump waren einmal ein gutes Geschäft in den USA. Im ganzen Land eröffneten Shops, in denen es Devotionalien aller Art gab - nicht nur die bekannten roten MAGA-Mützen. Wie läuft das Geschäft inzwischen?
Boones Mill liegt in den Blue Ridge Mountains. Die Ortschaft hat nur eine Ampelkreuzung, zwei Tankstellen und noch nicht einmal 300 Seelen. Hier, im Franklin County in Südwest-Virginia, stimmten bei der Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren drei von vier Wählern für Donald Trump.
Seit rund vier Jahren verkauft Donald Taylor, der Whitey genannt werden möchte ("Mister Taylor müssen mich nur diejenigen nennen, die mir Geld schulden"), hier Trump-Fanartikel: Schuhe und Hemden, Untersetzer und Schnapsgläser, Autoaufkleber und Baseball-Kappen, Poster und Fahnen und vieles mehr, mehr als 600 verschiedene Artikel.
Die Ware wird von Großhändlern wie "MAGA Mall" geliefert und - wie Whitey freimütig erzählt - meistens in China hergestellt: "Ab und an kommen Leute rein und sagen: 'Oh, der Ramsch kommt aus China!' Und dann sage ich: 'Ja, wie Deine Medikamente und Dein Handy - wirf das weg, und dann können wir reden!'" Das habe bisher aber noch nie jemand gemacht, sagt Whitey und lacht.
Er werde das Leben in den USA wieder erschwinglich machen, hatte Trump versprochen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
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Der 76-Jährige ist ein jovialer Typ mit viel Humor. Ein Trump-Shirt spannt sich über seinen runden Bauch, Whitey trägt Bart und einen Schlapphut. Sein Geschäft eröffnete er im Wahlkampf 2020 in einer ehemaligen Kirche, die vor mehr als 100 Jahren errichtet wurde. Ein einstiges Kirchengebäude als Konsumtempel für Trump-Fans - das erscheint passend, schließlich verehrt der harte Kern der MAGA-Bewegung den Präsidenten wie einen Erlöser.
Den Kaufpreis für das Kirchengebäude habe er schon nach einem Monat wieder drin gehabt, berichtet Whitey: "Wir hatten so viele Kunden, dass ich drei Leute nur zum Kassieren gebraucht habe, völlig irre." Meistens seien pro Tag mehrere Hundert Menschen vorbeigekommen. Das Geschäft brummte - und sei bis nach der Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren blendend gelaufen.
Donald "Whitey" Taylor will mit seinem Trump-Store durchhalten - auch wenn es gerade nicht gut läuft.
Zu den besten Zeiten betrug der tägliche Umsatz mehr als 15.000 Dollar. Doch seitdem habe er am Tag nur noch 30 oder 40 Kunden, sagt Whitey, mit einem Tagesumsatz von etwa 1.500 Dollar täglich. Das habe aber überhaupt nichts damit zu tun, dass die Leute Trump nicht mögen würden, behauptet der Geschäftsmann. Sondern die meisten Menschen hätten schlicht das Gefühl, das getan zu haben, was es gebraucht habe, damit Trump wieder ins Weiße Haus einziehen könne.
Ein Problem ist es aus Sicht von Whitey allerdings, dass die Hersteller keine neuen Artikel mehr auf den Markt werfen. Klar: Wenn nichts Neues mehr in die Regale kommt, gibt es weniger Gründe für Trump-Fans, immer mal wieder vorbeizuschauen.