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Reaktionen auf US-Wahlergebnis: Verhaltene Freude, vorsichtige Hoffnung
Der spektakuläre Triumph der US-Demokraten bei den Zwischenwahlen hat weltweit Reaktionen ausgelöst: Russland setzt weiter auf Präsident Trump, China hält sich bedeckt, in der EU und Südafrika macht sich Hoffnung breit.
Trotz der deutlichen Niederlage der Republikaner von US-Präsident Donald Trump hofft Moskau nach Kreml-Angaben auf eine Fortsetzung von Trumps Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Trump bleibe Präsident und Moskau rechne fest damit, dass er auch seine Friedensbemühungen fortsetze, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Peskow sprach von Fortschritten und verwies dabei auf die in der kommenden Woche geplanten dreiseitigen Gespräche im Format Moskau-Kiew-Washington. Außerdem erinnerte er an die Hilfsaktion für die von russischen Truppen besetzte Frontstadt Oleschky, bei der Russland und die Ukraine immer wieder US-First-Lady Melania Trump für die Vermittlung einer Waffenruhe gedankt hatten. "Wir hoffen, dass all das fortgesetzt wird", sagte Peskow. Auf die Frage, ob der US-Kongress Trumps Bemühungen bremsen könnte, sagte er lediglich, das sei eine innere Angelegenheit der USA.
Washington versteht sich unter Trump als Vermittler in dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einen Durchbruch konnte Trump bislang aber noch nicht vorweisen. Er hatte sich zuletzt eher wieder Russland angenähert. Die Demokraten stehen dagegen für eine stärkere Unterstützung der Ukraine.
Deutsche Politiker haben die Niederlage der Republikaner bei den US-Midterms parteiübergreifend begrüßt.
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Iranische Regierungsvertreter begrüßten die Niederlage von US-Präsident Trump und seinen Republikanern bei den Zwischenwahlen. Die US-Bürger hätten "Nein zum Krieg" gesagt, schrieb Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf im Onlinedienst X. "Und wir unterstützen diese Botschaft." Ghalibaf führte das Votum auf Gewissensgründe und die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den USA zurück.
Der Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, erklärte, wer nun die Hoffnung hege, "dass sich das Verhalten des Hegemonie-Systems durch parteiliche oder fraktionelle Verschiebungen ändern könnte", liege falsch. Wer glaube, "dass Zugeständnisse an die Vereinigten Staaten sie von Feindseligkeiten gegenüber der iranischen Nation abbringen", irre sich "zutiefst".
Die chinesische Regierung enthielt sich jeglicher öffentlichen Wertung der Wahlergebnisse. "Die Zwischenwahlen sind eine interne Angelegenheit der USA", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. China sei "gewillt, mit den USA weiter zusammenzuarbeiten, um den wichtigen Konsens, den die beiden Staatschefs erreicht haben, zu bewahren und zu implementieren".
Den Demokraten gelang bei den Midterms vielerorts Historisches - eine Auswahl.
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Seitens der EU fielen die Reaktionen vorsichtig optimistisch bis euphorisch aus. Der Vorsitzende des EU-Handelsausschusses, Bernd Lange, versuchte gar nicht seine Freude zu verbergen: "Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten! Das ist ein krachender Denkzettel für Donald Trump", schrieb der SPD-Europaabgeordnete am frühen Morgen. Andere äußerten sich vorsichtiger, wie der EU-Kommissar Maros Sefcovic, der ebenfalls für Handelsbeziehungen zuständig ist: "Das ist alles noch ganz frisch. Wir werden hart dafür kämpfen, dass wir Fortschritte bei den Stahlprodukten haben werden."