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Neuer EZB-Chef: Niederlande nominieren Ex-Zentralbanker Knot
Der frühere niederländische Zentralbankchef Knot ist nun offiziell für den EZB-Chefsessel nominiert. Er gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge der scheidenden Christine Lagarde.
Die Niederlande haben den früheren Chef ihrer nationalen Zentralbank, Klaas Knot, als Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert. Das teilte Finanzminister Eelco Heinen dem Parlament in Den Haag mit. Der Posten wird frei, da die aktuelle EZB-Chefin Christine Lagarde angekündigt hat, im Februar vorzeitig ihr Amt aufzugeben.
Der 59 Jahre alte Knot war 14 Jahre lang - vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2025 - Präsident der niederländischen Zentralbank. Seine Nominierung war erwartet worden. Er gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Job.
Früher als geplant tritt die Suche nach einer Nachfolge für EZB-Chefin Lagarde in die heiße Phase.
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Der Niederländer steht inhaltlich für eine straffe Geldpolitik: Im EZB-Rat stellte er sich offen gegen die zwischenzeitlich sehr lockere Geldpolitik der EZB und ist damit auf Linie der Bundesbank. Der promovierte Volkswirt ist derzeit Honorarprofessor für Zentralbankwirtschaft an der Universität Groningen und für Währungsstabilität an der Universität Amsterdam.
Hintergrund
19.02.2026
Nach Berichten über einen möglichen Rücktritt Christine Lagardes ist das Rennen um die Nachfolge eröffnet.
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Bis Freitag soll klar sein, wer ebenfalls für den EZB-Chefsessel kandidiert. Bis dann sollen die Euroländer ihre Kandidaten für die EZB-Spitze nominieren. Als Mitfavorit gilt der Spanier Pablo Hernández de Cos. Er führt seit Juli 2025 die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, gewissermaßen die Zentralbank der Zentralbanken. Zuvor war er Chef der spanischen Notenbank (2018-2024) und in dieser Funktion Mitglied des EZB-Rats.
Im Gegensatz zu Knot gilt Hernández de Cos als Vertreter einer eher lockeren Geldpolitik mit niedrigeren Zinsen. Auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte Interesse an der EZB-Spitze angemeldet. Seine Chancen gelten aber als gering, da mit Ursula von der Leyen bereits eine Deutsche einen EU-Spitzenposten bekleidet - den der EU-Kommissionspräsidentin.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 04.11.2026 | 14:00 Uhr