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The Division 2: Echoes of Central Park – Ich liebe dieses Spiel seit sieben Jahren, aber langsam reicht's
Neue Schauplätze, dumme KI-Begleiter und technische Aussetzer zum Haareraufen: Warum mich der neue DLC gleichzeitig begeistert und wahnsinnig macht.
Ich stehe hinter der Deckung und schieße auf einen Gegner. Der bewegt sich keinen Millimeter. Auch meine Kugeln scheinen ihm nichts anzuhaben. Obwohl ich ein Magazin nach dem anderen in ihn pumpe, passiert einfach nichts. Die gesamte Spielwelt scheint eingefroren zu sein. Nur ich kann mich noch bewegen. Erst Sekunden später erwacht alles wieder zum Leben, wobei Gegner und auch meine Spielfigur unvermittelt an völlig neue Positionen teleportiert werden. Willkommen in The Division 2: Echoes of Central Park.
Ubisoft bestätigte bereits im September 2023, dass Massive Entertainment an The Division 3 arbeitet. Seitdem hält sich der Publisher mit konkreten Informationen zurück. Einen Veröffentlichungstermin gibt es ebenso wenig wie einen offiziellen Gameplay-Trailer. Fans müssen sich also weiterhin mit neuen Inhalten für The Division 2 begnügen.
Eigentlich hatte ich mich auf die neue Erweiterung gefreut. Schließlich spiele ich The Division 2 seit dem ersten Tag und habe trotz aller Kritikpunkte noch immer eine Schwäche für Ubisofts Endzeit-Shooter. Echoes of Central Park liefert mir auch vieles von dem, was ich an The Division liebe. Leider aber auch einiges von dem, was mich seit Jahren daran nervt. Und dann sind da noch die technischen Probleme, die aus einem eigentlich unterhaltsamen Ausflug nach New York eine echte Geduldsprobe machen.
In Echoes of Central Park verschlägt es euch erneut nach Manhattan. Diesmal erkundet ihr die Upper West Side und den bislang unzugänglichen Central Park. Letzterer diente während des Ausbruchs der Pandemie als Massengrab und hat sich inzwischen in eine überwucherte, von düsteren Gerüchten umrankte Todeszone verwandelt. Menschen verschwinden, seltsam zugerichtete Leichen tauchen auf und angeblich treibt dort etwas sein Unwesen, das selbst hartgesottene Überlebenskämpfer in Angst und Schrecken versetzt.
Ubisoft bescheinigt der Erweiterung einen gewissen Horror-Einschlag. Und zumindest die Kulisse liefert dafür beste Voraussetzungen. Der Kontrast zwischen der einstigen Weltmetropole und ihrer vom Verfall gezeichneten Gegenwart gehört schließlich seit jeher zu den größten Stärken der Reihe. Verlassene Straßen, überwucherte Gebäude und die Überreste einer Zivilisation, die innerhalb kürzester Zeit zusammengebrochen ist: Kaum ein anderes Spiel versteht es so gut, eine postapokalyptische Großstadt in Szene zu setzen.
Der DLC umfasst mit Lincoln Square, dem Dakota District und dem Central Park drei Gebiete, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Was euch insbesondere im Park erwartet, möchte ich nicht vorwegnehmen. Nur so viel: Mit dem idyllischen Naherholungsgebiet von einst hat er nicht mehr viel gemein.
Als neuer Stützpunkt dient „The Tower“, wo ihr eure Ausrüstung verwalten und eure Agenten auf die nächsten Einsätze vorbereiten könnt. Dass hier alles genauso funktioniert wie in den bisherigen Stützpunkten und lediglich die Tapete eine andere ist, dürfte nach sieben Jahren The Division 2 niemanden mehr überraschen.
Eine Unsitte, die mich an Online-Spielen seit Jahren wahnsinnig macht: Für Dinge, die problemlos in ein übersichtliches Menü passen würden, muss ich ewig durch die Gegend latschen. Will ich meine Waffen modifizieren, renne ich in die eine Ecke des Stützpunkts. Möchte ich anschließend ein paar Blueprints checken, geht es zum nächsten Tisch. Und für irgendeine andere Kleinigkeit darf ich auch noch eine Treppe hochlaufen. Spielerischer Mehrwert gleich null. Aber es gehört bei Online-Spielen eben zum guten Ton, drei Klicks in einen Hindernislauf zu verwandeln. Warum? Weil es alle so machen.
Und wenn ich mich schon mal aufrege: Am Klassen-Tresen, wo ihr eure Spezialisierung auswählt, herrscht seit Jahren Stillstand. Dieselben Klassen, dieselben Skilltrees, dieselben Fähigkeiten. Hat bei Ubisoft wirklich niemand mal die Hand gehoben und