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Suzukis neues Superbike mit K5-Motor und viel Assistenz
Eigentlich hatte auf der EICMA in Mailand niemand mit Neuheiten von Suzuki gerechnet. Doch dann präsentierte der japanische Hersteller die GSX-10 R.
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Eigentlich hatte auf der EICMA in Mailand niemand mit Neuheiten von Suzuki gerechnet. Bestenfalls mit altbekannten Modellen in neuen Lackierungen. Doch dann präsentierte der japanische Hersteller die GSX-10 R und verblüffte die versammelte Weltpresse. Ein 1000er-Superbike, jedoch mit deutlich weniger Leistung als das bekannte, 195 PS starkes Superbike GSX-R 1000 R. Sie zeigt ein attraktives Design und schicke Lackierungen. Die GSX-10 R wird befeuert von dem sogenannten K5-Motor, der unter Suzuki-Fahrern inzwischen Kultstatus genießt. Er stammt aus der GSX-R 1000 des Modelljahrs 2005 und war dafür bekannt, einen guten Durchzug und dennoch Drehfreude zu bieten. Den für die aktuelle Emissionsnorm modifizierten Motor nutzt Suzuki seit ein paar Jahren wieder in einigen Modellen.
Bislang treibt der 999-cm3-Reihenvierzylinder das Naked Bike GSX-S 1000, den Sporttourer GSX-S 1000 GT, das Crossover-Bike GSX-S 1000 GX und das Retro-Bike Katana an. Er leistet 152 PS bei 11.000 U/min und 106 Nm Drehmoment bei 9250 U/min, ist also schon recht kräftig, ohne allzu sehr auf Drehzahlorgien aus zu sein. Ihn in ein Sportmotorrad zu bauen, ist sinnvoll, denn die meisten Besitzer suchen kurvige Landstraßen für ihre Ausritte auf, wo niemand dauerhaft mit fünfstelligen Drehzahlen fährt. Aber es gibt auch Fahrer, die sich gerne gelegentlich auf der Rennstrecke austoben. Die GSX-10 R wäre ein passendes Gerät für den Breitensport.
Suzuki verkündet, dass die GSX-10 R ihr Modell mit der bislang umfangreichsten Ausstattung an elektronischen Fahrassistenzsystemen ist. Die Liste erweist sich in der Tat als bemerkenswert lang, doch bevor wir uns ihr zuwenden, sollte erst einmal das Design gewürdigt werden. Es sieht zwar der GSX-R 1000 R ähnlich, bleibt aber eigenständig. Die Front wird von einem zentralen LED-Spot dominiert, flankiert von zwei schmalen LED-Tagfahrleuchten. Die Scheibe steht ziemlich steil, was einen guten Windschutz bewirken dürfte. Das Heck ist sportlertypisch kurz und kompakt ausgefallen, die Stummellenker sind unterhalb der oberen Gabelbrücke montiert.
Auf modische Winglets verzichtet die GSX-10 R nicht, sie fallen aber zum Glück moderat aus, was der Optik sehr guttut. An der Front sind es verhältnismäßig kleine Flügelchen, hinten stehen zwei kurze Plastikteile von der optionalen Soziussitzabdeckung ab. Den Rahmen und die Gussfelgen übernimmt sie von der GSX-S-1000-Modellfamilie, der Rahmen erhielt allerdings eine Verstärkung für den Einsatz auf der Rennstrecke. Hingegen sind die Aluminiumschwinge und die Umlenkung des Federbeins eine Neuentwicklung. Das voll einstellbare Fahrwerk steuert KYB bei, die radialen Vierkolbenbremszangen am Vorderrad stammen von Brembo.
Ein Lenkungsdämpfer bringt Ruhe in kritischen Situationen. Die GSX-10 R rollt serienmäßig auf dem exzellenten Bridgestone Battlax Hypersport S23 in den Dimensionen 120/70ZR17 vorn und 190/55ZR17 hinten. Die Fahrwerksgeometrie wählten die Entwickler weniger radikal handlich als bei der GSX-R 1000 R. Die GSX-10 R weist 1455 mm Radstand, 65 Grad Lenkkopfwinkel und 100 mm Nachlauf auf und ist damit eher moderat ausgelegt.
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Im Cockpit erwartet den Fahrer ein 4,2 Zoll großes TFT-Display, was heutzutage als ziemlich klein gilt. Hier können im Menü drei Fahrmodi angewählt und diverse Assistenzsysteme eingestellt werden. Die GSX-10 R bietet ein Traction-Control-System, das den S