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Midterms: Was die Demokraten aus Texas lernen können
Zum ersten Mal seit 1988 schickt Texas mit Talarico wieder einen Demokraten in den US-Senat. Auch das Gouverneursamt und andere Spitzenpositionen gehen an die Demokraten. Wie ist ihnen das in diesem Bundesstaat gelungen?
"Wir haben verloren. Die Republikaner haben einfach alles verloren: den Sitz im US-Senat, das Gouverneursamt, die Mehrheit im texanischen Repräsentantenhaus", sagt der Anwalt Thomas Royce aus Texas noch immer völlig fassungslos. Sein Kollege Doug O'Brian ergänzt ironisch: "Trump wollte, dass die Wahlen ein Referendum über seine Arbeit sind. Und genau das war es dann auch."
Der Krieg in Iran, die hohen Benzinkosten, die Zölle, die die Durchschnittsamerikaner am Ende mit höheren Preisen bezahlen mussten, damit habe sich der US-Präsident unbeliebt gemacht. Auch in Texas, einem Bundesstaat, den Trump noch vor zwei Jahren mit fast 14 Punkten Vorsprung gewonnen hatte.
FAQ
04.11.2026
Wie fiel das Ergebnis aus, wo ist es historisch - und was folgt daraus? Ein FAQ zu den Midterms.
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Die ersten Auswertungen schlüsseln den Erfolg der Demokraten auf: Die großen Städte lieferten wichtige Stimmen. Hinzu kamen Gewinne in den Vororten und deutliche Verschiebungen in den Grenzregionen zu Mexiko. Nach vorläufigen Daten, die die Texas Tribune ausgewertet hat, legten die Demokraten überall zu.
Auf dem Land blieben die Republikaner klar vorn, ihr Vorsprung schrumpfte jedoch. Talarico musste das ländliche Texas nicht gewinnen. Es reichte, dort weniger deutlich zu verlieren und in den Ballungszentren rund um Austin, Houston und Dallas stärker zuzulegen.
WIe ist der Stand bei der Auszählung der Wahlergebnisse für den US-Senat und das Repräsentantenhaus?
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Doch nicht nur mit den hohen Lebenshaltungskosten hat der US-Präsident Wähler in Texas verschreckt. Auch das brutale Vorgehen seiner Einwanderungsbehörde ICE hat viele Latino-Wähler empört, die ihm gerade erst eine Chance gegeben hatten.
So wie auch der Bauunternehmer Benigno Melendez aus Südtexas. 2024 hatte er für Trump gestimmt. Doch als Trump dann mithilfe von ICE nicht nur kriminelle Einwanderer abschieben ließ, sondern auch viele Arbeiter auf Melendez' Baustellen, war er entsetzt. "Die haben einfach wahllos Menschen festgenommen, auch mit gültigen Papieren oder Amerikaner", sagt er. Dafür hat Melendez Trump nun einen Denkzettel an der Wahlurne verpasst. Und er ist nicht der Einzige: Etwa 70 Prozent der Latino-Wähler stimmten für den Demokraten James Talarico.