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US-Zwischenwahlen waren auch Abstimmung gegen KI
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Ungeachtet der hohen Zuwendungen von Tech-Konzernen für KI-freundliche Kandidaten, haben sich bei den Zwischenwahlen Gouverneure und Kongresskandidaten durchgesetzt, die in Texas, Ohio, Georgia und anderen Bundesstaaten mit einer technologiekritischen Agenda antraten. Führende Demokraten kündigten daraufhin umgehend an, hart gegen die Branche vorzugehen.
Bei 40 von 41 lokalen Volksabstimmungen im ganzen Land – mehr als die Hälfte davon in Ohio – sprachen sich die Bürger dafür aus, den Bau von Rechenzentren einzuschränken oder zu verhindern. Bereits vor dem Wahltag hatten Umfragen gezeigt, dass Rechenzentren weitgehend unbeliebt sind. Die Wähler äußerten zudem Bedenken darüber, wie sich künstliche Intelligenz auf Arbeitsplätze und Sicherheit auswirken würde. Auch wenn künstliche Intelligenz nicht das Hauptanliegen war, fanden Versprechen, den Ausbau von Rechenzentren zu verlangsamen und Rahmenbedingungen für eine sicherere Entwicklung von KI-Modellen zu schaffen, großen Anklang.
Damit zeichnet sich eine grundlegende Wende für staatliche und kommunale Entscheidungsträger ab, die jahrelang enorme Steuererleichterungen und andere Anreize geboten hatten, um Betreiber von Rechenzentren für ihre Gemeinden zu gewinnen. Nun drängen sie die Rechenzentren dazu, Steuern zu zahlen, eigene Kraftwerke zu errichten, für ihren Strom- und Wasserverbrauch aufzukommen und einen Beitrag zu lokalen Gemeinschaftsprojekten wie Bildungsfonds zu leisten.
Das zeigte sich beispielsweise auch in Texas. Es wird erwartet, dass dieser Bundesstaat in den nächsten Jahren das größte Wachstum aller Bundesstaaten an riesigen Rechenzentren verzeichnen wird. Allein Elon Musk, CEO des Raketen- und KI-Unternehmens SpaceX sowie des Elektroautoherstellers Tesla, gab 224 Millionen Dollar aus, um texanische Republikaner zu unterstützen, die den Ausbau von Rechenzentren befürworten. Zur Gouverneurin gewählt wurde aber Gina Hinojosa, die während ihres Wahlkampfs ein “sofortiges Moratorium für Rechenzentren” versprochen hatte, bis der Staat strengere Schutzmaßnahmen für die Einwohner verabschiedet habe. James Talarico, der designierte demokratische Senator, versprach, Rechenzentren “im Zaum zu halten”, indem er Steuervergünstigungen für Bauträger abschaffe, diese dazu verpflichte, ihre Energiekosten selbst zu tragen, und “KI-Dividenden” für die Einwohner auszuschütten
Einen Bescheid verstehen, die eigenen Ansprüche prüfen oder ein Schreiben ans Amt aufsetzen: Mit 11 Prozent hat jede und jeder Neunte dafür schon einmal künstliche Intelligenz verwendet. Ein weiteres Viertel der Bürgerinnen und Bürger (27 Prozent) kann sich das in Zukunft vorstellen.
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