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Tomodachi Life beflügelt Software-Verkäufe: Nintendo meldet Einbruch bei Switch-2-Hardware
Trotz 8,81 Millionen Einheiten von Tomodachi Life gab das Geschäft um 15,3 Prozent nach. Am Jahresziel von 16,50 Millionen Konsolen hält der Konzern fest.
Nintendo hat seinen neuesten Quartalsbericht vorgelegt: Dank des enorm erfolgreichen Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden meldet der Konzern starke Software-Verkäufe. Bei der Hardware der Switch 2 muss Nintendo hingegen Rückgänge hinnehmen.
Wie aus Nintendos Geschäftsbericht für das zweite Quartal hervorgeht, der den Dreimonatszeitraum bis zum 30. September 2026 abdeckt, brachen die Verkäufe der Switch-2-Hardware im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres spürbar ein.
Mit Tomodachi Life landete Nintendo 2014 auf dem 3DS einen weltweiten Überraschungserfolg. Die skurrile Lebenssimulation rund um digitale Mii-Avatare verkaufte sich über 6,7 Millionen Mal und begründete neben Animal Crossing ein eigenständiges Subgenre der Social-Simulationsspiele.
In diesem Zeitraum verkaufte Nintendo 6,49 Millionen Einheiten der Switch 2 sowie 1,27 Millionen Einheiten der ursprünglichen Switch. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 37,4 Prozent bei der Switch 2 und 32,7 Prozent bei der Switch 1. Nintendo hatte diesen Rückgang bei der Hardware bereits prognostiziert. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres peilt das Unternehmen weiterhin an, insgesamt 16,50 Millionen Switch-2-Konsolen abzusetzen.
Auf der Software-Seite sieht es dagegen deutlich rosiger aus: Die Spieleverkäufe auf der Switch 2 legten im Jahresvergleich um satte 18,8 Prozent zu (auf 24,49 Millionen Einheiten), während die originale Switch ein Plus von 6,8 Prozent verbuchte. Das verdankt der Konzern vor allem mehreren starken First- und Third-Party-Releases im ersten Halbjahr. Mit 8,81 Millionen verkauften Einheiten sicherte sich Tomodachi Life: Living the Dream mit weitem Abstand den Spitzenplatz, gefolgt von Rhythm Heaven Groove mit 2,89 Millionen. Splatoon Raiders – der einzige exklusive Switch-2-Titel des Trios – ging 2,42 Millionen Mal über den Ladentisch. Zudem hob Nintendo ein sattes Plus von 60,5 Prozent bei den digitalen Spieleverkäufen hervor.
Weder die anziehenden Software-Verkäufe noch die "anhaltende Schwäche des Yen" konnten jedoch verhindern, dass das Gesamtgeschäft im Jahresvergleich um 15,3 Prozent nachgab.
Für das restliche Geschäftsjahr hat Nintendo noch einige heiße Eisen im Feuer: Neben dem Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time (das heute an den Start geht und) stehen Switch-2-Neuauflagen von Pikmin 2 und Xenoblade Chronicles 3 auf dem Plan sowie Metroid Ravenous, das Anfang 2027 erscheint.