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Weniger Teilnehmer bei neuen Demos in Frankreich
Das zweite Mal in dieser Woche und das vierte Wochenende in Folge haben in Frankreich Menschen gegen hohe Lebenskosten oder Probleme im Bildungssystem protestiert. Allerdings kamen diesmal deutlich weniger Teilnehmer.
In Frankreich sind erneut viele Menschen einem Protestaufruf von Gewerkschaften, Jugendorganisationen und der Gelbwestenbewegung gefolgt. Im Vergleich zu den vergangenen Wochenenden und zu Protesten vom Donnerstag kamen diesmal aber offenbar weniger Teilnehmer. Laut Initiatoren der Proteste, zu denen etwa Gewerkschaften und Studierendenorganisationen gehören, nahmen landesweit 250.000 Menschen teil. Am vergangenen Samstag hatten sich die Teilnehmendenzahlen noch zwischen 320.000 und einer halben Million bewegt.
Die wichtigsten Gewerkschaften in Frankreich haben für heute zu Streiks und landesweiten Protesten aufgerufen.
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Dem Innenministerium zufolge waren die Versammlungen in großen Städten wie Toulouse, Marseille, Lyon, Bordeaux oder Straßburg von Ausschreitungen und Zwischenfällen geprägt. In Paris verlief der Demonstrationszug ruhig, es kam aber am Abend zu Spannungen. Auf Bildern waren Tränengaswolken und Brände zu sehen. Bis 18.00 Uhr gab es laut dem Ministerium landesweit 232 Festnahmen.
Um nach den schweren Ausschreitungen vom Oktober die Innenstädte zu schützen, gelten in einigen Orten und Vierteln Demonstrationsverbote. In Lyon zum Beispiel fanden sich Medienberichten zufolge ohne offizielle Anmeldung trotzdem Menschen zu einer Demo zusammen, die Polizei setzte Tränengas ein.
In Paris wurde eine Kundgebung der Gelbwesten nicht erlaubt, die Demonstration der Gewerkschaften aber schon. Dennoch kamen am zentralen Place de la Concorde einige Menschen zusammen, nachdem die Gelbwesten dazu aufgerufen hatten. Französischen Medienberichten zufolge wurden in Paris zwei Koordinatoren der Gelbwesten festgenommen.
Trotz erster Zugeständnisse der französischen Regierung wollen Schüler erneut gegen die Bildungspolitik protestieren.
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Die Franzosen protestieren unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme im Bildungssystem. Die Generalsekretärin der Studierendenvereinigung UNEF, Manon Moret, sagte, die jungen Menschen seien nach wie vor entschlossen und wütend. Die Regierung sei nicht auf ihre Forderungen eingegangen.
Am Montag will sich Premierminister Sébastien Lecornu zu einer Sozialkonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden sowie zu Gesprächen mit Vertretern von Gymnasiasten und Studierenden treffen. Für Dienstag sind bereits weitere Proteste geplant.
Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Deutlich weniger Demonstranten in Frankreich | 07.11.2026 | 17:21 Uhr, tagesschau24 | Nachrichten | 07.11.2026 | 19:00 Uhr