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AutoDoc: Lokale Meeting-Notizen und Videoaufzeichnung für macOS und Windows
von Carsten Knobloch
8. Nov. 2026 |
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Wer in Online-Meetings mitschreibt oder Aufnahmen verwaltet, greift oft zu Cloud-Diensten, die Ton und Bild auf fremde Server schaufeln. Mit AutoDoc gibt es ein quelloffenes Open-Source-Projekt für macOS und Windows, das den kompletten Ablauf lokal auf dem Rechner abwickelt. Kein Benutzerkonto, keine externen API-Schlüssel, keine Abogebühren. Übrigens: Dahinter stehen die Macher von Duet Display. Die hatten ja schon ganz früh damit begonnen, Android-Geräte und iPads als Zweitmonitor gangbar zu machen. Deren Geschäftsmodell dürfte sich vermutlich heutzutage verschlechtert haben. Nun ja, zurück zum Thema.
Das Programm schneidet Bildschirm, Mikrofon und Systemaudio als getrennte Spuren mit. Die eigene Stimme landet auf der Tonspur Me, während der Ton der anderen Teilnehmer gebündelt unter Them läuft. Aus dem Audiomaterial generiert die Software eine lokale Transkription samt Zusammenfassung und Themenblöcken. Klickt ihr in den Notizen auf einen Zeitstempel, springt die Wiedergabe direkt an die passende Stelle der Videoaufnahme.
Die Notizen lassen sich direkt anpassen und als Markdown, PDF, Word oder Klartext exportieren. Eine lokale Volltextsuche sowie eine Chat-Funktion für Fragen quer über alle Meetings sind ebenfalls an Bord. Für die Textarbeit dockt AutoDoc an eine lokal verwaltete Ollama-Instanz an. Alle Aufnahmen, Transkripte und Notizen liegen verschlüsselt auf der Platte (AES-256-GCM), abgesichert über den macOS-Schlüsselbund oder die Windows DPAPI. Kalender von Google und Microsoft lassen sich anbinden, damit sich das Tool in der Menüleiste oder im System-Tray meldet, sobald ein Termin in Teams, Zoom, Google Meet, Webex oder Slack startet.
Frisch erschienen ist Version 1.3.3, die neben Fehlerbehebungen einen Dark Mode und Übersetzungen der Oberfläche in 27 Sprachen mitbringt.
Lokale Modelle fordern allerdings ihren Tribut bei der Hardware. AutoDoc setzt mindestens 8 GB Arbeitsspeicher voraus, empfiehlt aber 16 GB oder mehr. Beim ersten Start lädt das Tool rund 10 GB an Modelldaten herunter, danach läuft der Betrieb offline. Auf dem Mac läuft die Transkription über MLX, weshalb zwingend ein Rechner mit Apple Silicon (M1 oder neuer) und mindestens macOS 14 Sonoma nötig ist. Intel-Macs bleiben außen vor.
Unter Windows wird ein 64-Bit-System (x64) ab Windows 10 vorausgesetzt, Windows auf ARM wird derzeit nicht unterstützt. Auf Rechnern mit lediglich 8 GB RAM nutzt AutoDoc ein kleineres Modell (Llama 3.2 mit 3 Milliarden Parametern) und arbeitet ausschließlich auf Englisch. Bei Interesse schneit ihr bei GitHub vorbei.
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