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1666: Amsterdam: Die turbulente Entwicklungsgeschichte reicht bis 2011 zurück
Nach der Schlammschlacht mit Ubisoft bringt Assassin's-Creed-Schöpfer Patrice Désilets sein Herzensprojekt 2026 endlich in den Early Access.
Beim Summer Game Fest meldete sich 1666: Amsterdam von Assassin's Creed-Schöpfer Patrice Désilets und seinem Studio Panache Digital Games wieder zurück im Rampenlicht.
Was ihr vielleicht schon wieder vergessen habt oder nicht wusstet, ist, dass das Action-Adventure schon eine sehr lange und turbulente Entwicklungsgeschichte hinter sich hat. Gleichzeitig zeigt sich angesichts dessen, dass es sich dabei offenbar um ein Herzensprojekt von Désilets handelte, das er unbedingt realisieren wollte.
Nach Erfolgen mit den ersten beiden Assassin's-Creed-Spielen verließ Désilets Publisher Ubisoft im Jahr 2010 aufgrund kreativer Differenzen. Im Folgejahr schloss er sich dem neu gegründeten Studio THQ Montreal an und begann dort mit einem rund 50-köpfigen Team die Arbeit an einer völlig neuen Marke namens 1666: Amsterdam. Das Spiel war als narratives, düsteres Action-Adventure geplant, das historische Realität – das Amsterdam des 17. Jahrhunderts – mit okkulten und übernatürlichen Elementen verknüpfen sollte.
Was ambitioniert begann, endete nicht lange danach im Chaos. Ende 2012 meldete THQ Insolvenz an. Bei einer anschließenden Auktion im Januar 2013 kaufte dann ausgerechnet Ubisoft das Studio THQ Montreal mitsamt den Rechten an 1666: Amsterdam. Die Rückkehr von Désilets blieb jedoch nur von kurzer Dauer, da er nach der Übernahme entlassen und von Wachpersonal aus dem Gebäude eskortiert wurde. Gleichzeitig legte der Publisher die Entwicklung des Projekts auf Eis.
Désilets fand sich jedoch nicht einfach damit ab und verklagte Ubisoft. Hierbei berief er sich auf eine Klausel in seinem alten THQ-Vertrag, die besagte, dass die Markenrechte im Falle einer Einstellung des Projekts an ihn zurückfallen müssten. Der Rechtsstreit zog sich von 2013 an über mehrere Jahre, bevor der Publisher und Désilets im April 2016 eine außergerichtliche Einigung bekannt gaben – dadurch erhielt er die vollen kreativen Rechte an 1666: Amsterdam zurück.
Bereits zwei Jahre zuvor hatte er mit Panache Digital Games sein eigenes Studio gegründet. Dort arbeitete das Team erst einmal an Ancestors: The Humankind Odyssey, das 2019 auf den Markt kam. Seitdem war es relativ still rund um das Studio und um 1666: Amsterdam, bevor es schließlich beim Summer Game Fest 2026 neu enthüllt wurde.
Patrice Désilets gilt als der visionäre Schöpfer hinter Assassin's Creed 1 und 2. Seine Vorliebe für akribisch recherchierte historische Schauplätze und komplexe Parkour-Mechaniken prägt auch die DNA von 1666: Amsterdam, das nach einem harten Rechtsstreit nun Gestalt annimmt.
Zusammen mit der Vorstellung wurde ein rund 30 Minuten langer Prolog auf Steam und im Epic Games Store veröffentlicht. Zugleich kündigte das Studio den Early-Access-Start auf dem PC für 2026 an – Konsolen-Versionen sollen später folgen.
Nach dem Release des Prologs gab es noch etwas Aufregung rund um KI-Inhalte, doch nach langer Entwicklungsgeschichte befindet sich 1666: Amsterdam auf dem letzten Weg zur Veröffentlichung.