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„Super Mario Bros.“ für 3 Millionen US-Dollar versteigert
Eine versiegelte NES-Kopie von „Super Mario Bros.“ aus dem Jahr 1985 hat bei Heritage Auctions 3 Millionen US-Dollar erzielt – Rekord für ein Spiel.
Dem „Super Mario“-Spiel war eine NES-Konsole beigelegt.
Eine versiegelte Kopie des NES-Spiels „Super Mario Bros.“ aus dem Jahr 1985 ist am 12. Juni bei Heritage Auctions für 3 Millionen US-Dollar versteigert worden. Damit ist das Modul das teuerste Videospiel, das jemals bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde. Ob diese Summen eine echte Nachfrage abbilden, ist unter Sammlern seit Jahren umstritten.
In der Auktionsbeschreibung bewirbt Heritage das Stück als „heiligen Gral“ des Videospielsammelns. Den hohen Preis begründet das Auktionshaus mit einer Besonderheit der Versiegelung. Statt der später üblichen Plastikfolie verschließt ein glänzender Aufkleber die Packung, der nur in einer frühen zweiten Produktionsserie Anfang 1986 verwendet wurde. Laut Heritage sind weltweit nur drei versiegelte Exemplare dieser Variante bekannt, und das nun verkaufte Stück ist mit der Bewertung PSA 9.6 A++ das am besten erhaltene davon. Beigelegt war eine ungeöffnete NES-Konsole aus der Markttestphase in Los Angeles, in deren Originalkarton die Kopie vier Jahrzehnte überdauert hat.
Bestmarken bei versiegelten Spielen sind kein neues Phänomen. Der Titel hat in den vergangenen Jahren mehrfach den Besitzer gewechselt. 2021 stand schon einmal ein versiegeltes „Super Mario Bros.“ mit 2 Millionen US-Dollar an der Spitze, im selben Jahr stieß ein versiegeltes „The Legend of Zelda“ Mario vom Auktionsthron. Kurz darauf wechselte ein versiegeltes „Super Mario 64“ für 1,56 Millionen US-Dollar den Besitzer. Auch andere Spielraritäten bringen bei Heritage hohe Summen, etwa der Prototyp der Nintendo Playstation.
Der rasante Preisanstieg hat den Markt für versiegelte Spiele wiederholt in die Kritik gebracht. Gegen Wata Games (mittlerweile PSA) läuft seit 2022 eine Sammelklage, die der Bewertungsfirma eine künstliche Aufblähung der Preise vorwirft. Verantwortliche sollen über abgesprochene Gebote und gezielte Interviews den Eindruck immer weiter steigender Werte erzeugt haben, wie Videogames Chronicle berichtet. Heritage weist die Vorwürfe zurück und erklärt, weder das Unternehmen noch seine Verantwortlichen seien an Scheingeboten oder Marktmanipulation beteiligt.
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