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Tiktoker befragt GTA-Boss nach dem Geheimnis seines Erfolges – von Mikrotransaktionen sagt er nichts
Take-Two-Chef Strauss Zelnick gibt auf TikTok Ratschläge für den Lebenserfolg. Seine Appelle an die Integrität blenden die harte Branchen-Realität jedoch aus
Tiktoker The School of Hard Knocks hat das interessante Hobby, Millionären und Milliardären auf der Straße ein Mikrofon unter die Nase zu halten und sie nach dem Geheimnis ihres Erfolges zu befragen. In einer neuen Folge traf er auf Strauss Zelnick, den Boss von Grand-Theft-Auto-Publisher Take-Two, der oberflächlich betrachtet ganz nette Sachen sagte.
Auf die Frage, was Zelnicks wichtigster Tipp für geschäftlichen Erfolg sei, den man so nicht auf der Uni lernen würde, entgegnete der CEO:
“Gehe niemals Kompromisse bei deiner Integrität ein, sie ist das Einzige, was du hast. Ich habe Fehler. Es gab eine Zeit, in der ich auf eine Art und Weise gehandelt habe, die nicht mit meinen Ansichten über Integrität im Geschäftsleben vereinbar war, und das hat mir sehr geschadet. Daraus habe ich eine wichtige Lektion gelernt. Tu das niemals.“
Er schließt mit einer Botschaft an die junge Generation: “Überlegt euch, was ihr wirklich von eurem Leben wollt – was ihr wahrhaft wollt, nicht, was jemand anderes sich für euch vorstellt. Und dann macht das!”
$8 BILLION from WHAT 🤯 I interviewed the CEO of one of the biggest video game companies in the world, Strauss Zelnick and I asked him how he got RICH! Since his company publishes the “GTA” video games, I asked him when GTA XI is coming out! I also asked him the number one lesson about business he would teach to people that’s not taught in a classroom. Lastly, I asked him the best advice he’d give the younger generation. #wealth #entrepreneur #financialfreedom #motivation
Take-Two Interactive gehört zu den mächtigsten Publishern der Welt. Als Mutterkonzern von Rockstar Games (GTA, Red Dead Redemption) und 2K Games (NBA 2K, Borderlands) generiert das Unternehmen Milliardenumsätze, steht aber oft für aggressive Live-Service-Modelle in der Kritik.
Sein Tipp, dass man einen Mittelweg zwischen eigener Leidenschaft und dem, worin man gut ist, gehen soll, ist nicht einmal verkehrt und er kommt im Video nicht gerade unsympathisch rüber. Dennoch nervt mich immer, wie sehr solche Videos die Realität komplett ausblenden: Geradezu grotesker Reichtum wie der Zelnicks lässt sich für die allermeisten Menschen auf dieser Welt selbst mit den besten Ratschlägen nicht erreichen.
Immer noch sind soziales Umfeld und die Mittel und Bildung des Elternhauses zentrale Marker für späteren Erfolg im Leben. Und da hatte Zelnick zumindest Glück, als er bei einem Partner einer erfolgreichen Kanzlei für Markenrecht aufwuchs und mit Wesleyan und Harvard zwei absolute Eliteschulen besuchte.
Deren Abschlüsse bekommt man ganz bestimmt nicht von selbst, aber das Privileg, sich auf seine Studien konzentrieren und gegebenenfalls alle möglichen Hilfen in Anspruch nehmen zu können, haben die wenigsten.