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Claude Mythos findet Schwachstelle in A.E.S-Verschlüsselung
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Anthropics Spitzenmodell Claude Mythos hat eine Schwachstelle in einem Verschlüsselungsalgorithmus gefunden und damit ein weiteres Mal greifbar gemacht, dass die rasante Entwicklungsgeschwindigkeit bei den KI-Fertigkeiten fundamentale Annahmen untergraben könnte.
Die jetzt gefundenen Fehler in einer abgeschwächten A.E.S.-Version betreffen zwar keinen heute weit verbreiteten Algorithmus, sie demonstrieren aber das Potenzial, auch in lange eingeführter und als sicher geltender Software noch Angriffspunkte ausmachen zu können. Damit sind die unmittelbaren Auswirkungen zwar minimal, doch könnten die langfristigen Folgen erheblich sein. Bislang schien es so, dass große Sprachmodelle nicht in der Lage sind, die Leistungen von Menschen im mathematisch anspruchsvollen Bereich der Kryptografieforschung zu erreichen oder zu übertreffen. Doch ihre rasanten Fortschritte könnten auf eine Zukunft hindeuten, in der Spitzenmodelle die traditionellen Sicherheitsvorkehrungen im Internet überwinden können. Sollte es dann möglich sein, auch in anderen, verbreiteten Verschlüsselungsverfahren ebensolche Fehler aufzuspüren, so könnte das die Vertraulichkeit jeglicher Informationen untergraben, von Banktransaktionen über private Kommunikation bis hin zu Staatsgeheimnissen.
Es ist gängige Praxis, zunächst schwächere Versionen von Verschlüsselungsalgorithmen zu testen, um zu verstehen, ob leistungsfähigere Computer eines Tages die eigentlichen Standards knacken könnten. Bei den Tests gelang es Mythos, die schwächere Version des Advanced Encryption Standard auf eine Weise zu knacken, die laut Anthropic den Angriff 200- bis 1000-mal schneller machte als dies bei früheren von Menschen durchgeführten Forschungen der Fall war.
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