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Nutzung nahezu verdoppelt: Copilot erreicht Zugriffszahlen von Outlook und Teams
Microsoft sieht seinen milliardenschweren KI-Kurs zunehmend bestätigt. Copilot soll inzwischen ähnlich häufig genutzt werden wie Outlook oder Teams und immer mehr komplexe Arbeitsabläufe eigenständig übernehmen. Das Unternehmen wertet diese Entwicklung als Beginn einer neuen Phase der Büroarbeit.
Während der Bilanzvorlage für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 erklärte Microsoft-CEO Satya Nadella, dass sich die Zahl der Gespräche pro Copilot-Nutzer innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt habe und sich die wöchentliche Nutzung des KI-Modells inzwischen auf einem vergleichbaren Niveau wie Outlook und Teams bewege. Für Microsoft ist dies ein Hinweis darauf, dass Copilot zunehmend zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags wird.
Laut Nadella zählt das Unternehmen mittlerweile mehr als 30 Millionen kostenpflichtige Microsoft-365-Copilot-Lizenzen und auch die neue Generation autonomer KI-Agenten gewinne zunehmend an Bedeutung. Bereits zwei Monate nach der Einführung von Agent 365 seien fast 40 Millionen Agenten bei mehr als 10.000 Unternehmen registriert worden, die eigenständig Aufgaben übernehmen und sich individuell an betriebliche Prozesse anpassen lassen. Auch GitHub spiele eine immer größere Rolle. Nach Unternehmensangaben laufen mittlerweile sämtliche großen Coding-Agenten auf der Plattform, während inzwischen jeder dritte Pull Request auf GitHub unter Beteiligung eines KI-Agenten entsteht.
Mit diesen Kennzahlen sieht sich Microsoft in seinem eingeschlagenen KI-Kurs bestätigt. Nach Unternehmensangaben stieg der Umsatz von Copilot gegenüber dem Vorquartal um 60 Prozent, parallel dazu setzt das Unternehmen seine Investitionen in die notwendige Infrastruktur fort und nahm 31 neue Rechenzentren auf fünf Kontinenten in Betrieb. Zugleich will Microsoft die Integration künstlicher Intelligenz in seine bestehende Software-Landschaft weiter vorantreiben. Da Microsoft-Produkte bereits den Kern vieler Unternehmensarbeitsplätze bilden, soll Copilot nicht lediglich als zusätzliches Werkzeug dienen, sondern Arbeitsprozesse grundlegend verändern.
Einer aktuellen Untersuchung des Pew Research Center zufolge gehört die Unterstützung bei der Arbeit inzwischen zu den wichtigsten Einsatzgebieten von KI bei erwachsenen Anwendern in den USA.
Nach Einschätzung von Matt Firestone, General Manager Product Marketing für Copilot, verschiebt sich der Fokus immer weiter von der reinen Automatisierung hin zu anspruchsvollerer Wissensarbeit. Mitarbeiter sollen lernen zu entscheiden, wann eine einfache KI-Antwort ausreicht und wann komplexere Agenten oder Modelle erforderlich sind. Entscheidend sei künftig weniger die reine Effizienz als vielmehr die Fähigkeit, KI sinnvoll einzusetzen und deren Ergebnisse zu steuern.
Microsoft argumentiert zudem, dass der Nutzen von Agenten künftig nicht mehr ausschließlich anhand eingesparter Arbeitszeit bewertet werden sollte. Stattdessen sollen sie komplexe Analysen ermöglichen, zusätzliche Arbeitsabläufe übernehmen und spezialisierte Aufgaben erledigen, die zuvor nur mit erheblichem personellem Aufwand möglich gewesen wären.