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Tesla baut Produktion in Grünheide gegen den Trend kräftig aus
Die steigende Nachfrage nach E-Autos wirkt sich auch auf das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide aus. 1000 neue Mitarbeitende sind bereits eingestellt.
Bei Tesla Grünheide läuft die Aufstockung der Mitarbeiterzahl um mehrere Tausend. „Die ersten 1000 Mitarbeiter für die erste Phase des Hochlaufs von 5000 auf 6200 Fahrzeuge pro Woche sind bereits eingestellt“, teilte eine Tesla-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Rekrutierung der nächsten 1000 Beschäftigten für die ab Oktober beginnende Ausweitung auf 7500 Fahrzeuge pro Woche lief nach Unternehmensangaben bereits seit Juli; rund 700 Stellen waren zuletzt schon besetzt.
Tesla hat sich von seinem Absatzeinbruch offenbar bereits erholt, im Gegensatz zu seinen deutschen Konkurrenten Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz. Das Unternehmen kündigte im April an, die Produktion angesichts der gestiegenen Nachfrage deutlich auszuweiten. In einer ersten Phase sollen 1000 neue Mitarbeiter hinzukommen, um die Zahl der Fahrzeuge um ein Fünftel auf 6200 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Dies war ab Juli geplant. Ab Oktober soll damit begonnen werden, das Produktionsvolumen um ein weiteres Fünftel auf 7500 Fahrzeuge pro Woche hochzufahren. Dafür sollen weitere 1000 Mitarbeiter neu eingestellt werden.
Tesla hatte in einer ersten Phase eine Produktion in Grünheide von 500.000 Autos im Jahr angepeilt. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Der Ausbau, den das Unternehmen von der Marktlage abhängig macht, lag allerdings zunächst auf Eis. Mit 7500 Fahrzeugen pro Woche wären es nun rechnerisch rund 390.000 im Jahr.
Inklusive der Pläne zum Ausbau der Batteriezellfertigung mit 1500 neuen Mitarbeitern sollen 3500 Arbeitsplätze neu entstehen. Knapp 250 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 220 Millionen Euro, will Tesla nach früheren Zahlen dafür investieren. Zuletzt arbeiteten knapp 11.000 Menschen in dem Werk. Mehr als 30 Märkte werden nach Unternehmensangaben bisher aus Grünheide beliefert, weitere Märkte sollen erschlossen werden.
Nach einem kräftigen Absatzrückgang im vergangenen Jahr scheint sich Tesla gut erholt zu haben: Bei den deutschen Neuzulassungen legte Tesla im ersten Halbjahr 2026 nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes 224,6 Prozent zu, der chinesische E-Auto-Hersteller BYD registrierte ein Plus von 315,2 Prozent.
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