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Halbleiter unter Druck: Drei Gefahren für den KI-Boom
Ohne Halbleiter funktioniert keine Künstliche Intelligenz. Doch China holt auf, die Hersteller bauen immer neue Fabriken - und plötzlich wächst die Angst vor einer weltweiten Chipschwemme .
Halbleiter sind das Fundament des KI-Booms: Ohne leistungsfähige Prozessoren und Speicherchips lassen sich die gewaltigen Datenmengen moderner KI-Systeme nicht verarbeiten. Halbleiterkonzerne weltweit investieren deshalb Hunderte Milliarden Dollar in neue Fabriken. Sie setzen darauf, dass der Bedarf an Speicherchips für Künstliche Intelligenz und Rechenzentren noch viele Jahre kräftig wächst. Doch diese Wette wird zunehmend riskant.
Das zeigen auch die jüngsten Börsenturbulenzen: Nach monatelangen Kursgewinnen ist die Stimmung bei Halbleiteraktien abrupt gekippt. Besonders hart traf es die großen südkoreanischen Speicherchiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix, deren Aktien zeitweise massive Kurseinbrüche verzeichneten, bevor es dann zum Wochenschluss zu einer Gegenbewegung kam.
Für Fondsmanager Eckhard Schulte von MainSky Asset Management sind die Kursturbulenzen zunächst eine Reaktion auf die außergewöhnliche Rally zuvor. Die Kurse der Chiphersteller seien im zweiten Quartal "förmlich explodiert". Eine Korrektur habe sich deshalb bereits angedeutet.
Doch hinter den Verlusten steckt mehr als Gewinnmitnahmen. Drei Risiken rücken in den Vordergrund: die wachsende Konkurrenz aus China, die zunehmend verschachtelte Finanzierung des KI-Booms und die Gefahr eines Überangebots bei Speicherchips.
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Besonders sichtbar wird der Wandel beim chinesischen Speicherchiphersteller CXMT. Die Aktie schoss bei ihrem Börsendebüt in Shanghai zu Wochenbeginn zeitweise um mehr als 500 Prozent nach oben. CXMT ist bereits jetzt der viertgrößte DRAM-Hersteller der Welt und fordert damit Samsung, SK Hynix und Micron heraus. Diese drei Konzerne dominieren den Markt bislang.
DRAM ist der Arbeitsspeicher von Computern und Servern. Besonders gefragt ist derzeit HBM - eine besonders schnelle, gestapelte Form von DRAM. Der Speicher sitzt direkt neben KI-Prozessoren wie denen von Nvidia und versorgt sie laufend mit Daten. Für KI-Rechenzentren ist er daher unverzichtbar.
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