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heise+ | c’t-Story: Lückenbüßer und Notlügen
An einem Stand auf einer IT-Messe können aufmerksame Beobachter und Lauscher verstörende Gespräche mitbekommen, die ihr ganzes Weltbild durcheinanderbringen.
Wie wir uns kennengelernt haben? Durch Zufall. Oder durch den Algorithmus, wie ich gern sage. Es war auf einer Coding Competition, dem Geek Core Jam, wenn Ihnen das was sagt. Ist schon ein paar Jahre her. Da gab es außer dem Preisgeld noch ein Event für die Gewinner. Das nutzten viele gleich, um sich in Szene zu setzen und zu akquirieren. Kapiert hab’ ich das damals nicht. Später wäre ich zu so etwas nie hingegangen, aber damals hatte ich nichts Besseres zu tun. Es gab Essen und die Fahrt nach Hamburg wurde bezahlt.
Schickes Bürogebäude, alles aus Glas. Vor dem Konferenzsaal holte ich mir einen Kaffee, dann gab ich mir einen Ruck und ging rein.
Was ist das: Es dreht sich um Technik, ist mal spannend, mal bestürzend, mal amüsant und hat nur sehr selten ein Happy End? Richtig: die c’t-Story. Seit gut 37 Jahren hat sie ihren festen Platz im Magazin – und seit einiger Zeit auch auf heise+. Mal kommt sie aus der Feder preisgekrönter Belletristik-Profis, mal sind die Verfasser hochkarätige Wissenschaftler – oder eigenwillige junge Science-Fiction-Debütanten. Viele unserer c’t-Story-Autoren haben in den vergangenen Jahren für ihre Werke renommierte Preise wie den Kurd-Laßwitz-Preis (KLP) oder den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) errungen.
Helles Licht, riesige Fenster, viel Linoleum, alles whitywhite. Waren so 15 Menschen da, fast nur Kerls, klar: Programmierer. Passten vom Look-and-Feel her nicht wirklich rein, so wenig wie ich – eine Tastatursadistin, die modisch einfach auf Werkseinstellung läuft. Nur am Rand war noch ein weißer Freischwinger frei. Ich so hin und sagte zu der Codersilhouette daneben, ohne wirklich hinzuschauen: „Ist der noch frei?“
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