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EA-Übernahme: 55-Milliarden-Dollar-Deal ist genehmigt
Die milliardenschwere Übernahme von Electronic Arts hat die letzte regulatorische Hürde genommen. Alle erforderlichen Genehmigungen liegen inzwischen vor. Der Publisher soll am 4. August von einem Investorenkonsortium übernommen und anschließend von der Börse genommen werden.
Obwohl Electronic Arts kein europäisches Unternehmen ist und auch das Käuferkonsortium seinen Sitz außerhalb der EU hat, musste die Europäische Kommission zustimmen. Entscheidend ist nicht der Firmensitz, sondern die wirtschaftliche Bedeutung im europäischen Binnenmarkt. Und EA erzielt in der EU erhebliche Umsätze.
Die Europäische Kommission hatte den rund 55 Milliarden US-Dollar schweren Deal zunächst nach den regulären europäischen Fusionskontrollvorschriften geprüft und freigegeben. Zudem musste sich die Übernahme einer Kontrolle nach der Verordnung über ausländische Subventionen stellen. Diese soll verhindern, dass Unternehmen oder Investoren durch staatliche Unterstützung aus Nicht-EU-Staaten einen unfairen Vorteil bei größeren Übernahmen innerhalb Europas erhalten. Auch diese Prüfung hat das Konsortium mittlerweile ohne Auflagen bestanden.
Electronic Arts teilte daraufhin am 30. Juli in einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC mit, sämtliche für den Zusammenschluss erforderlichen behördlichen Freigaben erhalten zu haben. Das Unternehmen rechnet damit, die Transaktion am 4. August nach dem Ende des regulären Börsenhandels abzuschließen. Noch ausstehende übliche Abschlussbedingungen könnten den Termin theoretisch weiterhin verschieben.
Hinter der Übernahme stehen der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund, die Beteiligungsgesellschaft Silver Lake sowie Affinity Partners. Die Unternehmen hatten den Kauf im September 2025 angekündigt. Der vereinbarte Unternehmenswert beträgt rund 55 Milliarden US-Dollar.
EA-Aktionäre sollen für jede Aktie 210 US-Dollar in bar erhalten. Nach Abschluss der Transaktion wird Electronic Arts zu einem nicht mehr börsennotierten Unternehmen. Die Aktien sollen von der US-Technologiebörse Nasdaq genommen werden; regelmäßige öffentliche Finanzberichte nach den bisherigen Börsenregeln wären anschließend nicht mehr erforderlich.
Der saudische Staatsfonds war bereits vor der Übernahme mit knapp zehn Prozent an Electronic Arts beteiligt. Durch den Zusammenschluss wird er zum mit Abstand wichtigsten Geldgeber des Publishers. Zum Portfolio von EA gehören neben EA Sports FC, Battlefield und Die Sims unter anderem Apex Legends, Madden NFL, Need for Speed und verschiedene Star-Wars-Spiele.
Nach Angaben der Beteiligten handelt es sich um den bislang größten vollständig bar bezahlten Kauf eines börsennotierten Unternehmens durch Finanzinvestoren. Rund 20 Milliarden US-Dollar des Kaufpreises werden über Kredite finanziert.
Welche konkreten Folgen der Eigentümerwechsel für die Spiele, Studios und Beschäftigte haben wird, ist noch offen. EA-Chef Andrew Wilson soll das Unternehmen auch nach der Übernahme weiterführen. Der Hauptsitz bleibt nach bisheriger Planung im kalifornischen Redwood City.