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heise+ | Wie man den Passwortsafe Vaultwarden selbst hostet
Der quelloffene Passwortsafe Vaultwarden ist kompatibel mit Bitwarden, lässt sich leicht in Docker installieren und erlaubt den Zugriff von überall.
Ob für die Busfahrkarte, die Bücherei oder die Lieferdienstbestellung: Man braucht für fast jede Lebenslage ein Benutzerkonto. Entsprechend haben die meisten Menschen dutzende Passwörter angesammelt. Es hat sich zwar herumgesprochen, dass „Geheim1234“ kein sicheres Passwort ist. Aber selbst eine noch so lange und schwer zu erratende Zeichenfolge ist ein Sicherheitsrisiko, wenn man sie für jeden Zugang benutzt. Mehrere von dieser Sorte kann sich wiederum kein Normalbegabter merken. Abhilfe schafft ein Passwortmanager, der individuelle Zugangsdaten erzeugt und verwaltet.
Zwar bietet mittlerweile jeder Browser einen Passwortspeicher; der hilft aber wenig, wenn eine Smartphone-App nach Zugangsdaten fragt. Zudem haben die im Browser integrierten Verwalter wenig zu bieten: Entsperren per Fingerabdruck, Passwörter teilen oder sichere Passwörter generieren können sie oft nicht. Solche und weitere Features bieten nur dedizierte Passwortmanager. Viele davon gibt es jedoch nur in kostenpflichtigen Abos und die sensiblen Daten liegen häufig auf Servern in den USA. Zwar können selbst die Anbieter die persönlichen Daten nicht einsehen, theoretisch jedoch jederzeit den Zugriff auf die eigenen Passwörter verhindern.
Wer sich volle Kontrolle und Autonomie wünscht, der setzt daher besser einen Passwortserver auf eigener Hardware oder zumindest auf Servern in der EU auf. Dafür eignet sich beispielsweise die Open-Source-Anwendung Passbolt, deren Installation wir bereits in einem eigenen Beitrag beschrieben haben. Passbolt richtet sich aber eher an größere Teams und Organisationen, Privatnutzer sind mit Vaultwarden gut beraten. Dabei handelt es sich um eine in Rust geschriebene, quelloffene Implementierung des kommerziellen Bitwarden-Servers. Vaultwarden ist kostenlos, bietet denselben Funktionsumfang wie Bitwarden und ist kompatibel mit dessen offiziellen Apps und Add-ons.
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