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Razer Kiyo V2 im Test: Diese Allrounder-Webcam ist ein Traum in Rosa, ihr braucht aber zwei Programme dafür
Für knapp 170 Euro bietet die 4K-Kamera starke Bildqualität und viele KI-Features via Camo Studio. Lediglich der Autofokus schwächelt im Alltag.
Dass Webcams mehr leisten können, als sie müssten, ist ja mittlerweile Standard. Dass sie aber eine grundsolide Leistung für Streaming und Content-Creation mitbringen und mit gleich zwei Programmen daherkommen, ist eher ungewöhnlich. Mit der Kiyo V2 verspricht Razer auf dem Papier eine Menge: 4K-Auflösung, KI-Spielereien, HDR, ein ultraweites Sichtfeld und sogar eine lebenslange Lizenz für Camo Studio Pro. Für einen Preis von 169,99 Euro klingt das fast zu gut, um wahr zu sein. Doch wie schlägt sich diese Webcam wirklich im Alltag, beim Streaming und in der Content-Erstellung? Nach mehreren Wochen Nutzung habe ich darauf eine klare Antwort. Ihre Aufnahmequalität und den Klang des internen Mikros dürft ihr selbst im obigen Video beurteilen.
Box und Zubehör: Schon beim Auspacken macht die Kiyo V2 einen hochwertigen Eindruck. Die Verpackung ist kompakt gehalten, verursacht wenig Müll. Gerade die Quartz-Version wirkt durch ihre Farbgebung im Kontrast zur schwarzen Abschirmung besonders premium. Ein bisschen fühlte sich die Schachtel an, wie wenn man zum ersten Mal eine teure Uhr auspackt. Zudem sticht das farblich passende Kabel mit weißer Abdeckung der zwei USB-C-Anschlüsse positiv heraus. Es gibt neben den holofarbenen Stickern zum Glück keinen extra Schnick-Schnack. Die aufklappbare Bedienungsanleitung lässt sich einfach in die Aufbewahrungsbox packen und diese nimmt nur wenig Platz ein, während die Kamera in Benutzung ist.
Design und Verarbeitung: Während viele Webcams sich optisch zurückhalten, setzt die Kiyo V2 auf ein modernes Design, das mit runden Formen und glatten Flächen spielt. Besonders meine getestete Quartz-Ausführung bringt einen lauten Farbklecks auf den Schreibtisch und hebt sich selbstbewusst von der Masse schwarzer Hüllen ab. Razer akzentuiert zudem das eigene Logo subtil in der rosa Oberfläche. Eine eingebaute Klappe im passenden Grau, die ihr durch einen runden Schieberegler bedient, vermeidet klobige Aufsätze, die schnell verloren gehen können. Die Halterung sitzt stabil auf dem Monitor und verhindert das Rutschen durch kleine, farblich passende Gummi-Einlagen. Außerdem lässt sich die Kamera flexibel ausrichten und kann bei Bedarf auch auf einem Stativ montiert werden. Dazu überzeugt die Verarbeitung aller Elemente. Insgesamt wirkt die Kiyo V2 hochwertiger, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde.
Der kalifornische Hardware-Gigant Razer, eigentlich bekannt für Gaming-Mäuse und Tastaturen, baut seit Jahren sein Broadcaster-Portfolio aus. Die Kiyo-Reihe etablierte sich dabei als direkte und designstarke Konkurrenz zu Logitechs Webcams.
Performance und Nutzung: Im Alltag punktet die Kiyo V2 vor allem mit ihrer einfachen Einrichtung. Wie bei klassischer Plug-and-Play-Hardware wird sie sofort von Windows und OBS erkannt und liefert bereits ohne große Anpassungen ein überraschend gutes Bild. Die Kombination aus 4K-Auflösung mit 30 FPS, 1080p bei 60 FPS bis runter zu 360p und dem breiten Sichtfeld von 93 Grad macht die Kamera vielseitig einsetzbar. Nur Nutzer dünner Monitore sollten auf ein Stativ zurückgreifen, denn die Kiyo V2 ist mit rund 255 Gramm nicht leicht und generell auch recht breit.
Die Bildqualität wusste aber schnell zu überzeugen. Wenn es sein muss, kann man diese Webcam auch für einfache Vlog-Aufnahmen nutzen. Sie wird keine 2.000-Euro-Kamera ersetzen, aber kann auf jeden Fall als Zwischengerät aushelfen. Für Streamer, die das Partner-Level – und damit die Option, in 4K live zu gehen – noch nicht erreicht haben, bietet sich die Kiyo V2 sogar förmlich an. Auch wenn die Webcam hier und da Schwächen beim Autofokus zeigt, der bei unruhigen Hintergründen oder schwierigen Lichtverhältnissen gelegentlich ins Schwimmen gerät, bietet sie doch allerlei Extra-Funktionen, die das Leben als Creator erleichtern. Gerade die beworbenen KI-Werkzeuge wie die A