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SanDisk Optimus GX PRO 850P: Neue lizenzierte PS5-SSD kostet mehr als eine PS5 Pro
Aufgrund der globalen Chipkrise verlangt der Hersteller bis zu 3.034 Euro für die 8-TB-Variante. Die Speicherpreise explodieren durch den aktuellen KI-Boom.
SanDisk hat die Optimus GX PRO 850P vorgestellt – eine Reihe offiziell lizenzierter NVMe-SSDs für PlayStation 5 und PlayStation 5 Pro. Die SSDs, die ihr einfach in eure Konsole einbauen könnt, um den Speicher zu erweitern, funktionieren übrigens auch mit dem PC.
Die Produktreihe umfasst vier Modelle mit unterschiedlichen Kapazitäten. Angesichts der anhaltenden Chip- und Speicherkrise dürften euch die Preise dieser neuen SSDs allerdings kaum überraschen.
Los geht es bei 390 Euro für das 1-TB-Modell, während für die 8-TB-Variante astronomische 3.034 Euro fällig werden. Bestellen könnt ihr sie auf SanDisks Webseite noch nicht. Ihr habt jedoch die Möglichkeit, euch benachrichtigen zu lassen.
Für die 2-TB-Option müsst ihr 779 Euro auf den Tisch legen, während das 4-TB-Modell mit 1.538 Euro zu Buche schlägt. Falls es euch noch nicht aufgefallen ist: Bis auf das kleinste Modell kostet jede dieser SSDs mehr als die PS5 selbst. Die größte Variante ist sogar mehr als dreimal so teuer wie eine PS5 Pro – und das wohlgemerkt auf Basis der aktuellen PS5-Preise, die Sony erst im April angehoben hat.
Technisch basieren die neuen Laufwerke auf dem PCIe-4.0-Standard und protzen mit beeindruckenden Werten: Bis zu 7.300 MB/s beim sequenziellen Lesen und 6.600 MB/s beim sequenziellen Schreiben sind drin. Zudem besitzen sie einen integrierten Kühlkörper mit dem PlayStation-Logo.
Das Ganze ist nur das jüngste Beispiel dafür, wie der KI-Boom und der damit verbundene Hunger nach neuen Rechenzentren die weltweiten Preise für Speicherchips explodieren lassen. Wie fast alle Hersteller von Unterhaltungselektronik mussten auch die Konsolenriesen ihre Preise in den letzten 14 Monaten mehrfach anheben. Sony, Microsoft und Nintendo haben bereits an der Preisschraube gedreht – und halten sich das Hintertürchen für weitere Erhöhungen offen, um die explodierenden Kosten abzufedern.
Diese Krise bedeutet unterm Strich das Ende für erschwingliche Hardware – ganz egal, ob es um PCs, Konsolen oder Bastler-Projekte wie den Raspberry Pi geht. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Man darf gespannt sein, wie Valves Steam Machine mit diesem Preisdruck umgehen wird.
Allem Anschein nach wird uns diese Misere noch einige Jahre begleiten. Die Plattformbetreiber sind sich völlig unsicher, wann sie überhaupt die nächste Konsolengeneration einläuten können – aktuelle Prognosen deuten vorsichtig auf die Jahre 2028 oder 2029 hin. Für den Moment lautet die beste Strategie also: Hegt und pflegt die Konsolen und PCs, die ihr bereits zu Hause stehen habt.