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Keinen Bock mehr auf Rage Quitter? Dieses Indie hat eine witzige Lösung für das Problem
Wenn Gegner das Match vorzeitig verlassen, springen sie in dem kommenden Indie-Prügler grinsend durch eine Glasscheibe, anstatt das Bild einzufrieren.
Das ist kein Geheimnis: Rage Quits gehören zu den frustrierendsten Momenten im Online-Gaming. Zum Glück tüftelt ein Indie-Entwickler gerade an einer witzigen Idee. Sie soll den Ärger über plötzliche Disconnects deutlich dämpfen.
Der Entwickler heißt Khao Mortadios und arbeitet bei Astrobard Games. Auf Social Media postete er ein kurzes Video zu seinem kommenden Indie-Spiel Generic Fighter Maybe. Der Clip zeigt eine Situation, die wohl alle Fighting-Game-Fans kennen: Ihr landet eine ewig lange, spielentscheidende Combo. Doch kurz bevor ihr die Runde tatsächlich gewinnt, haut der Gegner mit einem nervigen Rage Quit ab.
Wir alle hassen es, wenn der Gegner das Match einfach vorzeitig verlässt. Deshalb tüftle ich an Ideen, um den Frust darüber etwas abzufedern. #fightinggame #gamemaker #indiedev[Bild oder Embed]
Statt eines langweiligen Disconnect-Screens oder eines eingefrorenen Bildschirms passiert hier allerdings etwas ganz anderes. Bei einem Rage Quit rennt der Charakter des Verlierers mit einem dämlichen Grinsen auf ein Fenster zu, bevor er einfach durch das Glas springt. Am Ende des Clips ploppt fett in der Mitte der Hinweis „Dein Gegner hat das Spiel verlassen“ auf.
Solche speziellen Rage-Quit-Finisher gab es zwar schon früher, sie fielen aber meistens eher blutig als lustig aus. In der Mortal Kombat-Reihe bestraften die Entwickler Rage Quits beispielsweise mit einer plötzlichen Kopf-Explosion. Das sorgt zwar für ordentlich Genugtuung, lässt aber den nötigen Humor vermissen.
Spezielle Animationen für Verbindungsabbrüche haben in Prügelspielen Tradition. Vorreiter ist die Mortal Kombat-Reihe, die das Konzept der "Quitality" etablierte. Dort bestraft das Spiel feige Abbrecher jedoch nicht mit Humor, sondern mit dem sofortigen Ingame-Tod der Figur.
Rage Quits sind natürlich kein neues Phänomen. Vor allem im 1v1-Multiplayer bleiben sie ein ständiges Ärgernis. Erst Anfang dieses Monats kämpfte die Beta von Invincible Vs massiv mit Rage Quittern, die im Spiel einfach nicht mithalten konnten. Und das in einer zeitlich begrenzten Version, in der Siege und Niederlagen ohnehin völlig egal waren! Entwickler von Fighting Games und ähnlichen kompetitiven Titeln müssen schon seit Jahren viel Zeit investieren. Sie entwerfen komplexe Systeme, um genau diese Rage Quitter in die Schranken zu weisen.
Mir persönlich gefällt der Ansatz von Generic Fighter Maybe jedenfalls viel besser. Rage Quitter sind einfach Clowns. Alles, was die absolute Lächerlichkeit eines wutentbrannten Spielabbruchs mitten im Match derart unterstreicht, hat definitiv einen Applaus verdient.