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Energie - Warum Rumänien sein einziges Atomkraftwerk erstmals komplett abschalten muss – und weshalb das eine Schwäche aller AKW offenbart
Niedrigwasser, eine erhöhte Temperatur oder gar ein Trockenfallen von Flüssen bedroht zentral die Funktionsfähigkeit von Atomkraftwerken.
(Bildquelle: Adobe Firefly, generative KI)
Update 05.08.2026: In Rumänien zeigt sich aufgrund des historischen Donau-Niedrigwassers, wie abhängig AKW von ausreichend kühlem Kühlwasser sind. Erstmals schaltete das Land sein einziges Atomkraftwerk komplett ab. Im Folgenden erklären wir euch alle Hintergründe.
Wenn wir selbst im Schatten schwitzen, ächzt auch das Stromnetz. Nicht nur verlangen wir ihm auf der Suche nach Abkühlung reichlich ab, obendrein zehren Episoden extremer Hitze an den traditionellen Pfeilern der Stromerzeugung. Sowohl fossile Kraftwerke als auch Kernreaktoren bedürfen nämlich steter Kühlung.
Wir erklären, wie Hitze unsere Stromnetze in den Schwitzkasten nimmt – und was dagegen unternommen werden kann.
Über eine tierische Gefahr für Kernkraftwerke berichteten wir euch bereits: den unfreiwilligen Angriff von Quallen auf ein französisches Super-AKW und seine vier Reaktorblöcke – hierbei tritt Hitze als unsichtbarer Dompteur auf.
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Die neue Stromkrise: Energiewende & KI in Deutschland - Mit Robert Habeck und Dr. Stelzer (IFA 2025)
Der 23. Juni 2026 - Blaupause für eine Situation, die die Klimakrise uns in Zukunft immer öfter bescheren wird: Rekordtemperaturen bei uns, in Frankreich und auch sonst in Europa. Ein Hitzedom drückte die Thermometer vielerorts auf über 44 Grad Celsius.
Während auch Deutschland schwitzt, schrillen europaweit in Atomkraftwerken die Warnglocken: Denn extreme Sommer-Witterungen erwärmen Gewässer über das gewohnte Maß. Letztere dienen aber als Quelle für das Kühlwasser der meisten großen AKWs.
So drosselten im vergangenen Juni europaweit Atomkraftwerke ihre Leistung oder schalteten komplett ab. Je nach Fluss und Land gelten unterschiedliche Grenzwerte, nach denen sich die Betreiber zu richten haben. Die Donau übersprang beispielsweise die Schwelle der 30 Grad Celsius. Auch Anfang August besorgen Dürren und Temperaturen europaweit die Betreiber (via euronews).
Ferner sorgen trockene, warme Luftmassen bei längerem Verbleib für Dürren – dies lässt die Pegel von Flüssen sinken, wodurch Kühlung weiter erschwert wird. Zugleich erwärmt sich eine kleinere Menge Wasser schneller als eine größere. Deshalb verdampft umso mehr Wasser und so weiter – ein Teufelskreis, bei dem schließlich Kraftwerke kapitulieren. In Rumänien erleben wir das derzeit Anfang August. Die Donau führt Stand 5.08 nicht mehr ausreichend Wasser – die Ansaugventile des Kraftwerks Cernavodă liegen trocken.