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Israel klagt Siedler wegen Tötung eines Palästinensers an
In den vergangenen Jahren ermittelte die israelische Justiz selten wegen Siedler-Gewalt gegen Palästinenser. Nun wurde ein israelischer Siedler im Westjordanland wegen der Tötung eines palästinensischen Aktivisten angeklagt.
Nach tödlichen Schüssen auf einen palästinensischen Lehrer im Westjordanland ist ein israelischer Siedler angeklagt worden. Jinon L. wird fahrlässige Tötung des palästinensischen Aktivisten Awdah Hathaleen vorgeworfen, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Weitere Anklagepunkte sind bewaffneter Hausfriedensbruch und vorsätzliche Sachbeschädigung.
Bei dem Vorfall in der Nähe von Hebron habe der 33-jährige Anklagte demnach im Juli vergangenen Jahres während einer Konfrontation mit Bewohnern eines palästinensischen Dorfes in Richtung einer Menschenmenge geschossen.
Reportage
29.07.2026
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Der Englischlehrer Hathaleen wurde laut Zeugenaussagen von den Schüssen tödlich getroffen. Er war eine prominente Stimme im Kampf gegen die Gewalt der Siedler und wirkte an dem im Jahr 2025 mit dem Oscar ausgezeichneten Film "No Other Land" mit, der den Kampf palästinensischer Bewohner um den Schutz ihrer Häuser und Dörfer dokumentierte.
Seine Bekanntheit und die Videos, die den Moment der mutmaßlichen Schüsse festhielten, lösten weltweit Forderungen nach einer strafrechtlichen Verfolgung des Schützen aus.
Der Angeklagte ist einer von mehreren Siedlern, gegen die die USA und andere westliche Staaten im Jahr 2024 wegen Vorwürfen der Gewalt gegen Palästinenser bereits Sanktionen verhängt hatten. US-Präsident Donald Trump hob die Sanktionen nach seinem Amtsantritt im Folgejahr auf.
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Insbesondere in den vergangenen Jahren ging die israelische Justiz selten gegen Siedler im Westjordanland vor. Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem ist es die erste Anklage dieser Art seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Terrorangriffs unter Führung der Hamas auf Israel.