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Marvel Tokon: Fighting Souls hat zum Release mit PC-Problemen zu kämpfen
Während Konsolenspieler das neue Fighting-Game feiern, sorgt die Steam-Version für Frust. Von Anti-Cheat-Fehlern bis hin zu fiesen Rucklern stottert die Technik gewaltig.
Marvel Tokon: Fighting Souls ist endlich draußen! Während die Konsolen-Community offenbar ihren Spaß mit dem 4v4-Tag-Fighting-Game hat, schlagen PC-Spieler Alarm. Sie kämpfen mit massiven technischen Problemen, die von fiesen Rucklern bis hin zu echten Netcode-Macken reichen.
Auf Steam steht das Spiel derzeit bei einer "ausgeglichenen" Nutzerwertung. Die überwältigende Mehrheit der negativen Reviews kritisiert dabei ganz klar die Technik. Manche von euch haben zwar kaum Probleme, andere wiederum durchleben den puren Frust – und das, obwohl ihre Hardware die empfohlenen Systemanforderungen der Entwickler locker übertrifft.
Der User Lameme14 schrieb dazu Folgendes auf der Steam-Seite des Spiels: "Ich habe mich riesig auf das Spiel gefreut, aber so wie es jetzt ist, kann ich es nicht empfehlen. Aus dem einfachen Grund, dass ich das verdammte Ding nicht einmal starten kann. Die Anti-Cheat-Software führt in ein komplett schwarzes Fenster und taktet meine CPU bis zum Anschlag hoch. Ganz zu schweigen davon, dass das PlayStation PC SDK mehrfach versucht, im Hintergrund zu starten."
"Nachdem ich ordentlich herumgebastelt und den schwarzen Bildschirm eine halbe Stunde lang einfach laufen ließ, lud das Spiel dann doch endlich. Allerdings läuft es furchtbar und wird ständig von Mikrorucklern geplagt."
Andere, darunter der User Vestige, kritisieren die fehlende Linux-Unterstützung als massiven Minuspunkt. Er schreibt: "Dieses Spiel verhält sich aus absolut keinem Grund extrem feindselig gegenüber Linux-Spielern. Es gibt nicht nur Präzedenzfälle, dass eigentlich jedes Fighting Game (außer denen von Riot) unter Linux läuft. Auch ArcSys-Spiele und von Sony gepublishte Titel funktionieren dort normalerweise tadellos."
Das auf Linux basierende SteamOS ist das Betriebssystem des populären Steam Decks. Dass Marvel Tokon hier zum Release blockiert, liegt oftmals an restriktiver Anti-Cheat-Software. Ohne spezielle Freigaben durch die Entwickler harmoniert diese nicht mit der Proton-Kompatibilitätsschicht.
Zudem scheint das Spiel unter SteamOS überhaupt nicht zu laufen, es sei denn, ihr greift tief in die Trickkiste. Auf einer Steam Machine könnt ihr Marvel Tokon zwar theoretisch spielen, dafür braucht ihr aber zwingend ein Windows-Boot-Laufwerk. Das hat Producer Karim Jovian bereits auf X demonstriert.
Kommen wir zu den Rucklern: Offenbar hat das Spiel große Mühe, dauerhaft flüssige 60 fps zu halten. Diese Framerate-Einbrüche fallen zeitlich zwar extrem kurz aus, ziehen aber im Gameplay einen gewaltigen Rattenschwanz nach sich – besonders bei Online-Matches. Eine detaillierte Analyse des Problems findet ihr hier. Einfach gesagt: Bei diesen Rucklern gehen Gameplay-Frames verloren. In einem Online-Match greift dann sofort der Rollback-Netcode ein und passt den Kampf an, um sicherzustellen, dass beide Spieler exakt dasselbe auf dem Bildschirm sehen. Das bittere Fazit: Selbst wenn euer eigener Rechner das Spiel völlig problemlos stemmt, ruiniert ein ruckelnder Gegner zwangsläufig auch euer Online-Erlebnis.
Als Reaktion auf das viele Feedback meldeten sich die Entwickler von Marvel Tokon bereits zu Wort. Sie haben ein Statement in den sozialen Medien veröffentlicht und versichert, dass sie den technischen Problemen auf den Grund gehen. In der Zwischenzeit suchen die Spieler einfach nach eigenen Lösungen. Einige Konsolen-Fans schalten das Crossplay mit dem PC kurzerhand komplett ab – und dieser Workaround scheint tatsächlich zu funktionieren.